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Terminator - Spezial


Terminator - Ich komme wieder...


"Ich komme wieder." Es gibt wohl kaum jemand, der diesen berühmten Satz nicht kennt. Und der Killerroboter hielt Wort und erschien sporadisch immer wieder im Kino. Mit wechselndem künstlerischen und finanziellem Erfolg. Zeit für einen Rückblick auf die beliebte Reihe...

Als Ende Oktober 1984 Terminator in die US-Kinos kam, ahnte niemand, dass der Streifen zu einem der beliebtesten und wegweisendsten Science-Fiction-Filmen überhaupt werden würde. Obwohl sich die Kritiker beeindruckt zeigten und "Terminator" auch an den Kinokassen ein Hit wurde, schöpfte niemand Verdacht.
 
Auch der Name James Cameron war noch niemandem ein Begriff. Dieser hatte auch noch nicht besonders viel in seiner Vita vorzuweisen. Als Regisseur hatte er gerademal den B-Film "Piranha 2 – Fliegende Killer" (1982) abgedreht. Mit diesem wollte er aber nicht unbedingt hausieren gehen.
 
Dennoch war James Cameron für "Terminator" essenziell. Die Idee zu dem Streifen stammte nämlich von dem Maestro höchstpersönlich. Während er sich für "Piranha 2" in Rom aufhielt hatte er einen Fiebertraum. Darin wurde er von einem unsichtbaren Killerroboter gejagt. "Terminator" war geboren.

 

Seither ist viel Zeit vergangen und der Terminator sorgte in den letzten Jahrzehnten auf der Leinwand immer wieder für bombastische Materialschlachten und einen hohen Bodycount. Doch die einzelnen Filme hatten es nicht immer leicht und insbesodere in der jüngsten Vergangenheit schien das Interesse an dem Killerroboter zu schwinden. Zeit also für einen Rückblick auf die Science-Fiction-Reihe...

1984: Terminator

 

In James Camerons bahnbrechenden und wegseisenden Science-Fiction-Streifen wird ein Killerroboter (Arnold Schwarzenegger), der äusserlich wie ein Mensch aussieht, von dem Computersystem Skynet von der Zukunft in das Jahr 1984 zurückgeschickt. Dort soll er die Mutter des zukünftigen menschlichen Widerstandskämpfer John Connor töten. Um das zu verhindern schicken die Menschen Soldat Kyle Reese (Michael Biehn) zu deren Schutz ebenfalls in die Vergangenheit. Im Los Angeles des Jahres 1984 kommt es schliesslich zum alles entscheidenden Showdown...

 

James Cameron hatte für "Terminator" gerademal 6,5 Mio. $ zur Verfügung. Für die Rolle des Killercyborgs war ursprünglich Lance Henriksen vorgesehen, für die des Soldaten Kyle Reese Bodybuilder Arnold Schwarzenegger. Schliesslich entschied sich Cameron jedoch um und besetzte kurzerhand Schwarzenegger als Terminator. Henriksen erhielt dafür die Rolle des Polizeiinspektor Vukovich.

 

Obwohl "Terminator" mit einem weltweiten Box-Office von 78 Mio. $ ein soldier Kassenhit wurde, war es vor allem die VHS-Veröffentlichung, die ihn zum Kultfilm werden liess. Der Satz "Ich komme wieder" sicherte sich dabei einen festen Platz in der Popkultur und wird gerne und oft zitiert. Auch von der "Terminator"-Reihe selbst.

 

Siehe auch: Terminator

 

1991: Terminator 2 - Tag der Abrechnung

 

In der ersten und besten "Terminator"-Fortsetzung schickt Skynet erneut ein Killerroboter (Robert Patrick) in die Vergangenheit. Diesmal soll er jedoch nicht Sarah Connor (Linda Hamilton) sondern den 10-jährigen John Connor (Edward Furlong) töten. Zum Schutz des jungen Connor schicken die Menschen diesmal einen Terminator (Arnold Schwarzenegger).

 

Absolutes Highlight des Streifens ist natürlich Killerroboter T-1000. Dieser besteht im Film aus Flüssigmetall und kann diverse Formen annehmen. Eine kaum besiegbare Killermaschine. Die Entscheidung, Arnold Schwarzenegger diesmal auf die Seite der Guten und als Beschützer des jungen John Connor (Edward Furlong) wechseln zu lassen, erweist sich als goldrichtig und verschafft dem Plot eine clevere und dramatische Wendung.

 

"Terminator 2" war mit Produktionskosten von 102 Mio. $ der bis dato teuerste Film aller Zeiten. Ein Grossteil des Geldes floss in die atemberaubenden Spezialeffekte und Arnold Schwarzeneggers Taschen. Angeblich 12 Mio. $ soll er für seinen Auftritt kassiert haben. Doch die Investition sollte sich lohnen: Weltweit spielte "Terminator 2" die damals gigantische Summe von 490 Mio. $ ein. Für einen Film mit einem R-Rating ein beeindruckendes Ergebnis.

 

Siehe auch: Terminator 2 - Tag der Abrechnung

 

2003: Terminator 3 - Rebellion der Maschinen

 

Im dritten Teil soll John Connor (Nick Stahl) erneut von einem Killerroboter aus der Zukunft getötet werden. Diesmal ist es jedoch eine noch bessere Version der Vorgänger und kommt in weiblicher Gestalt (Kristanna Loken) daher. Doch auch die Menschen waren nicht untätig und schicken das veraltete T-800-Modell (Arnolds Schwarzenegger) zum Schutz Connors in die Vergangenheit.

 

Der dritte Teil bedeutete die Wende für die "Terminator"-Reihe. Erstmals war Schöpfer James Cameron nicht mehr beteiligt. Die Entwicklung des Streifens dauerte einfach zu lange und Cameron widmete sich anderen Projekten. Immerhin konnte aber Arnold Schwarzenegger überredet werden - für die damalige Rekordsumme von sage und schreibe 30 Mio. $. 

 

Die Abwesenheit Camerons ist in "Terminator 3 - Rebellion der Maschinen" aber leider deutlich zu spüren und der Streifen lässt vor allem die innovativen und kreativen Impulse des Filmemachers vermissen. Dennoch hat auch der dritte Teil seine Vorzüge, zu denen vor allem Arnold Schwarzenegger sowie die spektakuläre Verfolgungsjagd mit einem Kranwagen zählen. Ausserdem überzeugt auch das konsequente Ende des Streifens.

 

Mit einem Budget von 187 Mio. $ war "Terminator 3 - Rebellion der Maschinen" damals der teuerste Film Hollywoods. Die Finanzierung des Streifens wurde von der Warner Bros. und der Sony Pictures gemeinsam auf die Beine gestellt und war an die Mitwirkung Arnolds Schwarzeneggers geknüpft. Am Ende erwies sich "Terminator 3" zwar als Kassenhit, blieb mit einem welweiten Box-Office von 433 Mio. $ aber weit hinter den Erwartungen zurück.

 

2009: Terminator: Die Erlösung

 

Durch die Wahl Arnold Schwarzeneggers zum Gouverneur von Kalifornien geriet die "Terminator"-Franchise unerwartet in eine Sackgasse. Das beliebteste Aushängeschild der Reihe blieb dadurch nämlich für längere Zeit unabkömmlich. Die Studios reagierten jedoch auf den Umstand und kamen mit der Idee, die Geschichte in die Zukunft zu verlegen.

 

Dort befindet sich die Menschheit im erbarmungslosen Krieg mit Skynet und dessen Roboterhandlangern. Doch John Connor (Christian Bale) und andere Überlebende des jüngsten Gerichts leisten erbitterten Widerstand. In dem ganzen Getümmel muss sich der mysteriöse Mensch-Roboter-Hybrid Marcus Wright (Avatar-Star Sam Worthington) zurechtfinden. Dabei trifft er auf den Widerstandskämpfer Kyle Reese (Anton Yelchin).

 

Auch beim Reboot setzte das Studio auf das Motto "Klotzen, nicht kleckern" und pumpte gigantische 200 Mio. $ in die Produktion. Das Ergebnis ist dabei ein leider enttäuschender Wiederbelebungsversuch, dem vor allem echte Höhepunkte fehlen. Selbst der CGI-Auftritt von Arnold Schwarzenegger als T-800 kann nicht wirklich überzeugen. Die Fans waren entsprechend ernüchtert und die ursprünglich geplante Trilogie wurde mangels finanziellem Zuspruch auf Eis gelegt.

 

2015: Terminator: Genisys

 

Mit "Terminator: Genisys" sollte die "Terminator"-Reihe endlich wieder zur alten Form finden und der Franchise gleichzeitig eine Frischzellenkur verpassen. Mit Arnold Schwarzenegger an Bord und dem "Game of Thrones"-Regisseur Alan Taylor klang auch alles vielversprechend. Ausserdem hatte man mit Emilia Clarke als Sarah Connor und Jai Courtney als Kyle Reese vielversprechende Jungstars am Start.

 

Leider erwies sich der Streifen aber als der absolute Tiefpunkt der Franchise. Die Handlung erweist sich als uninspieriert und selbst Arnold Schwarzeneggers Auftritte können "Terminator: Genisys" nicht zu mehr Glanz verhelfen. Den Actionszenen fehlt jegliche Innovation und überhaupt fühlt sich der Streifen wie ein billiges Recycling seiner Vorgänger an.

 

Es ist also wenig überraschend, dass "Terminator: Genysis" auf wenig Gegenliebe bei den Fans stiess. Insbesondere in den USA blieb der 158 Mio. $ teure Streifen mit einem Box-Office von knapp 90 Mio. $ weit hinter den Erwartungen zurück. Dem finanziellen Desaster entging er nur dank der guten internationalen Einspielergebnisse. Damit war bereits zum zweiten Mal die Hoffnung auf eine neue Franchise begraben.

 

2019: Terminator: Dark Fate

 

Einfach nicht totzukriegen: Selbst nach dem finanziellen Misserfolg von "Terminator: Genysis" schienen nach wie vor zahlreiche Geldgeber vom Erfolgspotenzial des Killerroboters überzeugt. Diesmal wollte man das Ganze aber richtig machen und konnte zur Überraschung aller James Cameron als Produzent gewinnen. Doch nicht nur Cameron kehrte zurück sondern auch Arnold Schwarzenegger und Linda Hamilton.

 

"Terminator: Dark Fate" macht den cleveren Schachzug, den bereits David Gordon Greens "Halloween" (2018) machte: Ignoriere einfach sämtliche schlechten Fortsetzung und fang dort an, wo noch alles gut war. Der Streifen knüpft deshalb direkt an das Ende von "Terminator 2 - Tag der Abrechnung" an. Doch anschliessend stellt er alles wieder auf den Kopf und mischt die Karten neu. Erstaunlicherweise geht dies bei "Terminator: Dark Fate" überraschend gut auf und der Streifen unterhält von Anfang bis Ende und ist auch endlich wieder ein sehenswerter "Terminator"-Film.

 

An den Kinokassen erlitt "Terminator: Dark Fate" dennoch Schiffbruch und konnte trotz solider Kritiken seine hohen Produktionskosten von 196 Mio. $ nicht wieder einspielen. Laut Branchenkennern dürfte der Streifen am Ende einen Verlust von 100 - 130 Mio. $ eingefahren haben. Eine Franchise kam entsprechend auch nach dem dritten Reboot-Versuch nicht zustande.


"Terminator" - Das Kinokassen-Ranking


Die Auflistung der Filme erfolgt anhand des inflationsbereinigten weltweiten Box-Office. In Klammern ist das Original-Box-Office aufgeführt. Wenn immer möglich und falls bekannt wird nur das Ergebnis der Erstaufführung berücksichtigt. Handelt es sich bei dem Original-Box-Office um eine Schätzung so ist dies mit einem Stern (*) nach dem Einspielergebnis vermerkt. Hintergründe zur Berechnung des inflationsbereinigten Box-Office finden Sie hier.

 

  1. Terminator 2 - Tag der Abrechnung (1991) - 1,43 Mrd. $ (494 Mio.)
  2. Terminator 3 - Rebellion der Maschinen (2003) - 772 Mio. $ (433 Mio.)
  3. Terminator: Die Erlösung (2009) - 506 Mio. $ (371 Mio.)
  4. Terminator: Genisys (2015) - 505 Mio. $ (441 Mio.)
  5. Terminator (1984) - 308 Mio. $ (78 Mio.)
  6. Terminator: Dark Fate (2019) - 269 Mio. $ (261 Mio.)

USA


Ergänzend zur Liste mit den weltweiten Box-Office-Einnahmen folgt hier noch die Liste mit den inflationsbereinigten Einnahmen des US-Markts (inkl. Kanada). In Klammern ist das Original-Box-Office aufgeführt. Wenn immer möglich und falls bekannt wird nur das Ergebnis der Erstaufführung berücksichtigt. Handelt es sich bei dem dem Original-Box-Office um eine Schätzung so ist dies mit einem Stern (*) nach dem Einspielergebnis vermerkt. Hintergründe zur Berechnung des inflationsbereinigten Box-Office finden Sie hier.

 

  1. Terminator 2 - Tag der Abrechnung (1991) - 599 Mio. $ (205 Mio.)
  2. Terminator 3 - Rebellion der Maschinen (2003) - 268 Mio. $ (150 Mio.)
  3. Terminator: Die Erlösung (2009) - 170 Mio. $ (125 Mio.)
  4. Terminator (1984) - 151 Mio. $ (38 Mio.)
  5. Terminator: Genisys (2015) - 103 Mio. $ (90 Mio.)
  6. Terminator: Dark Fate (2019) - 64 Mio. $ (62 Mio.)

"Terminator" - Das Kritiker-Ranking


Die Auflistung der Filme erfolgt anhand des Metascore von www.metacritic.com. Die Skala geht dabei von 1-100 und je höher der Wert, desto besser viel das Urteil der Kritiker aus. Ab einem Wert von 61 hatte der Streifen überwiegend positive Kritiken. Filme mit einem Wert von 81 und mehr erhalten das Gütesiegel "MUST-SEE" und gelten als besonders sehenswert. 

 

  1. Terminator (1984) - 84/100MUST-SEE
  2. Terminator 2 - Tag der Abrechnung (1991) - 75/100
  3. Terminator 3 - Rebellion der Maschinen (2003) - 66/100
  4. Terminator: Dark Fate (2019) - 54/100
  5. Terminator: Die Erlösung (2009) - 49/100
  6. Terminator: Genisys (2015) - 38/100

Quellen:

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