
Dieses Wochenende startete Sam Mendes gefeiertes Erste Weltkriegsepos "1917" in den US-Kinos und übertraf mit einem Einspielergebnis von 37 Mio. $ sämtliche Erwartungen. Doch der Erste Weltkrieg tobte bereits früher auf der Leinwand...
Der Erste Weltkrieg (1914-1918) war eines der katastrophalsten Ereignisse des letzten Jahrhunderts. Schätzungsweise 17 Millionen Menschen verloren ihr Leben, Tausende waren traumatisiert. Die verheerenden sozialen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen des Krieges zeigten sich auch noch lange nach Beendigung des Konflikts. So forderte aufgrund der prekären hygienischen Bedingungen die nach Kriegsende ausgebrochene Spanische Grippe weitere Todesopfer in Millionenhöhe.
Hollywood fing erstaunlich früh an sich mit dem Ersten Weltkrieg zu befassen. Bereits in den 1920er Jahren erschienen erste Filme zum Thema. Viele nahmen dabei überraschenderweise kein Blatt vor den Mund und prangerten das sinnlose Sterben direkt oder indirekt an. Berühmte Beispiele hierfür sind "Die vier Reiter der Apokalypse" (1921) und "Die grosse Parade" (1925). Beides kriegskritische Werke, die an der Kinokasse ungeheure Erfolge verbuchen konnten.
Wenn man sich auf einen Streifzug durch die Annalen der Filmgeschichte macht, stösst man auf eine Vielzahl von Filmen zum Ersten Weltkrieg. Allein auf der englischsprachigen Wikipediaseite sind 180 Kinofilme zu finden. Es versteht sich also von selbst, dass es sich bei den nachfolgenden Filmen nur um eine kleine und subjektive Auswahl handelt.

1921: Die vier Reiter der Apokalypse
In Rex Ingrams Drama wird eine Familie durch den Tod des Grossvaters auseinandergerissen. Später finden sich die Verwandten im Krieg auf der jeweiligen Gegenseite wieder. In der Hauptrolle ist der damalige Latin Lover Rudolph Valentino zu sehen. Valentino feierte mit diesem Streifen seinen Durchbruch und stieg zum wohl grössten Frauenschwarm der 1920er Jahre auf.
Der Film selbst war mit US-Verleiheinnahmen von 4,5 Mio. $ einer der grössten Kassenschlager der Stummfilmzeit und setzte sich erstmals kritisch mit dem Ersten Weltkrieg und dessen Folgen auseinander. Dies zeigt sich insbesondere am Ende des Films, als beide Familien ihre gefallenen Söhne betrauern.

1925: Die grosse Parade
Die Handlung des Films dreht sich um den jungen Jim (John Gilbert), der sich als Freiwilliger zum Kriegsdienst meldet und am Ende schliesslich als Invalide zurückkehrt. Im Gegensatz zu "Die vier apokalyptischen Reiter" hat "Die grosse Parade" aber ein Happy End. Am Ende können sich nämlich Jim und seine grosse Liebe Melisande (Renée Adorée) in die Arme schliessen.
"Die grosse Parade" ist wahrscheinlich einer der eindrücklichsten Filme der Stummfilmzeit zum Thema Erster Weltkrieg. Auch ist er einer der ersten Filme Hollywoods, die den Krieg nicht durch falschen Pathos verzerrt oder den Heldentod glorifiziert. Er kann deshalb als erster richtiger Antikriegsfilm angesehen werden.
An den Kinokassen war "Die grosse Parade" ein beispielloser Kassenschlager. Allein in den USA brachte er bei Produktionskosten von 382'000 $ fast 5 Mio. $ an Verleiheinnahmen ein. Eine Summe, die zuvor wahrscheinlich nur D.W. Griffiths Bürgerkriegsepos "Geburt einer Nation" (1915) erreichte. "Die grosse Parade" war in den USA damit der erfolgreichste Stummfilm der 1920er Jahre.

1926: Rivalen
Während "Die vier apokalyptischen Reiter" und "Die grosse Parade" klar Stellung zu den Greuel des Ersten Weltkriegs bezogen, wollte dieser Streifen in erster Linie komödiantisch unterhalten.
Die Handlung ist eine klassische Dreiecksgeschichte in dessen Zentrum die Soldaten Quirt und Flagg (Edmund Lowe/Victor McLaglen) und die attraktive Charmaine de la Cognac (Dolores del Río) stehen. Ihre Rivalität bezieht sich jedoch nicht nur auf die Liebe sondern zeigt sich auch in den Schützengräben und auf den Schlachtfeldern.
"Rivalen" war an den Kinokassen so erfolgreich, dass die beiden Hauptfiguren Quirt und Flagg in drei weiteren Filmen zu sehen waren ("Kampfhäne der Liebe", 1929, "Women of All Nations", 1931 und "Hot Pepper", 1933). Verkörpert wurden sie dabei wiederum von Edmund Lowe und Victor McLaglen.

1927: Flügel aus Stahl
Der "Top Gun" der 1920er: In dieser Dreiecksgeschichte verlieben sich zwei Kampfpiloten (Charles Rogers, Richard Arlen) in diesselbe Frau (Clara Bow). Ihre Freundschaft wird dadurch auf eine harte Probe gestellt.
Die Flammen und Explosionen der Luftkämpfe im Film wurden mit einem speziellen Verfahren eingefärbt. Die Produktion des Streifens dauerte insgesamt neun Monate und verschlang die damals astronomische Summe von 2 Mio. $.
Tatkräftige Unterstützung erhielt "Flügel aus Stahl" von der US-Armee. Diese liess den Film so realistisch aussehen, dass viele glaubten, dass Regisseur William A. Wellmann Originalaufnahmen aus dem Ersten Weltkrieg verwendete. Nicht zuletzt deshalb gilt der Streifen noch heute als einer der besten Fliegerfilme aller Zeiten.

1930: Westfront 1918 (DE)
George Wilhelm Pabst eindringliches Antikriegsdrama schildert das Leben von vier Infanteriesoldaten (Fritz Kampers, Gustav Diessl, Hans-Joachim Moebis, Claus Clausen). Der Streifen beleuchtet dabei sowohl das Leben an der Westfront als auch das an der Heimatfront.
"Westfront 1918" startete in Deutschland nur sieben Monate vor dem amerikanischen Kriegsepos "Im Westen nichts Neues", wies jedoch erstaunliche Parallelen mit der überseeischen Konkurrenzproduktion auf. Insbesondere die authentische Inszenierung der Schlachtszenen und des Lebens in den Schützengräben sind hier zu erwähnen.
Ebenso wie der amerikanische Klassiker scheute sich auch "Westfront 1918" nicht davor, das wahre Gesicht des Kriegs zu zeigen. So ist in dem Film zu sehen, wie ein Leutnant einen Nervenzusammenbruch erleidet und vor einem Haufen Leichen unablässig "Hurra!" salutiert. Antikriegskino in Reinform.

1930: Im Westen nichts Neues
Regisseur Lewis Milestone gelang mit seiner Verfilmung des berühmten Romans von Erich Maria Remarque (1898 - 1970) nicht nur eine der besten Filme zum Thema Erster Weltkrieg sondern einer der besten Antikriegsfilme überhaupt.
Im Zentrum der Handlung ist dabei der junge Paul Baumer (Lew Ayres), der sich, angespornt durch eine flammende Rede seines Lehrers, freiwillig zum Kriegsdienst meldet. Dort wird er jedoch Zeuge unfassbarerer Grausamkeiten.
Mit Produktionskosten von 1,3 Mio. $ war "Im Westen nichts Neues" eine enorm aufwändige Produktion. Die Investition ist dem Film jedoch in jeder Szene anzusehen und insbesondere die noch heute atemberaubenden Schlachtszenen bleiben im Gedächtnis haften.
Bei seiner Erstaufführung polarisierte "Im Westen nichts Neues" wegen seiner pazifistischen Grundhaltung und stiess in Deutschland insbesondere den erstarkenden Nazis Sauer auf.

1937: Die grosse Illusion (FR)
Nicht nur Hollywood arbeitete den Ersten Weltkrieg filmisch auf. Auch Frankreich hatte einiges an Bewältigungsarbeit zu leisten. Jean Renoir erzählt in seinem Meisterwerk von zwei französischen Soldaten (Jean Gabin, Pierre Fresnay), die während des Ersten Weltkriegs in Gefangenschaft der Deutschen geraten. Dabei wagen sie mehrere Ausbruchsversuche.
Ironischerweise hatte "Die grosse Illusion" sowohl bei der deutschen- als auch bei der französischen Zensur einen schweren Stand. Während er den Deutschen zu pazifistisch war, war er den Franzosen zu "Deutschfreundlich". Ein Umstand, der zu zahlreichen Kürzungen und Verboten führte.
Renoirs Film erteilte ideologisch fragwürdigen Glaubenssätzen wie z.B. Nationalismus und Rassismus eine klare Abfuhr. Genau aus diesem Grund ist er heute ein solch grosser Klassiker des französischen Kinos.

1938: The Dawn Patrol
Der 500'000 $ teure Streifen ist ein Remake von "Start in die Dämmerung" (1930). Er schildert das Leben einer britischen Fliegerstaffel im Ersten Weltkrieg. Dabei stehen ein Colonel (Basil Rathbone) und zwei befreundete Kampfflieger (Errol Flynn, David Niven) im Zentrum der Handlung.
"The Dawn Patrol" bedient zahlreiche Klischeevorstellungen über die Luftfahrt des Ersten Weltkriegs. So werden u.a. ritterliches Verhalten in der Schlacht, weisse Schäle, die kurze Lebenserwartung neuer Piloten sowie die Legende des "Roten Baron" aufgegriffen. Interessanterweise thematisiert er jedoch auch die starken Ängste von militärischen Vorgesetzten, welche ihre Männer in den Tod schicken müssen.
"The Dawn Patrol" entwickelte sich für die Warner Bros. mit US-Verleiheinnahmen von 1,3 Mio. $ zu einem der erfolgreichsten Filme des Jahres und erhielt auch seitens der Kritiker viel Lob.

1940: The Fighting 69th
Gangster-Darsteller James Cagney überzeugt als Soldat Jerry Plunkett, der sich im patriotischen Eifer freiwillig zum Dienst an der Front meldet. Dort erweist er sich jedoch als Feigling. Der Regimentspfarrer Duffy (Pat O'Brien) ist dennoch von seinen Fähigkeiten überzeugt. Am Ende stirbt Plunkett schliesslich den Heldentod.
Während die Figur des Jerry Plunkett fiktiv ist, basieren zahlreiche andere Charaktere wie z.B. Major Donovan, Regimentspfarrer Duffy, Leutnant Ames und Sergeant Kilmer auf realen Persönlichkeiten des 69. New Yorker Infanterieregiments. Auch Teile der Handlung haben sich effektiv so abgespielt, so z.B. das Training in Camp Mills, der Marsch durch den Schlamm und die Überquerung des Ourcq River in Frankreich.
An den Kinokassen war "The Fighting 69th" ein grosser Kassenschlager und zählte mit US-Verleiheinnahmen von über 1,6 Mio. $ zu einem der erfolgreichsten Filme des Jahres 1940.

1941: Sergeant York
Spektakuläres Denkmal für ein amerikanisches Kriegsidol: Howard Hawks Biografie huldigt vor allem seinem realen Vorbild Alvin Cullum York (1887 - 1964), auf dessen Tagebuch der Film basiert. York war denn auch begeistert von dem Film und insbesondere von der Tatsache, dass er von Cary Cooper verkörpert wurde.
Alvin York war einer der höchstdekorierten Soldaten des Ersten Weltkriegs und erhielt im Verlauf seiner Karriere mehrere Auszeichnungen, darunter auch die Medal of Honor. Diese erhielt er für die Leitung eines Angriffs auf eine deutsches Maschinengewehrnest.
An den Kinokassen funktionierte der 1,6 Mio. $ teure "Sergeant York" hervorragend und brachte es allein in den USA auf Verleiheinnahmen von 6,1 Mio. $. Damit war der Streifen dort der erfolgreichste Film des Jahres 1941. Cary Cooper gewann für seine Leistung den Oscar als Bester Hauptdarsteller. In Deutschland wurde der Film auch nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs nie in den Kinos gezeigt.

1957: Wege zum Ruhm
Ein Film, der unter die Haut geht: Stanley Kubricks grandioses und äusserst kriegskritisches Werk erzählt von einer Gruppe von Soldaten, die sich weigern, die feindliche Position zu Stürmen da dies einem sinnlosen Selbstmord gleichkommen würde. Ihre Vorgesetzten bezichtigen sie daraufhin der Feigheit und Befehlsverweigerung und zerren sie vor ein Kriegsgericht. Ihr ehemaliger Offizier (Kirk Douglas) versucht sie dabei vergebens vor der Todesstrafe zu bewahren.
"Wege zum Ruhm" hatte bei seiner Erstveröffentlichung mit viel Gegenwind zu kämpfen. In zahlreichen Ländern landete der Streifen auf dem Index und wurde verboten. Insbesondere die sonst so diplomatische Schweiz sah in dem Film kurioserweise viel Gefahrenpotenzial und verbot ihn bis in die 1970er Jahre hinein. Heute gilt Kubricks Meisterwerk zu Recht als einer der besten Antikriegsfilme aller Zeiten.

1962: Lawrence von Arabien
David Lean schuf mit seiner bildgewaltigen Biografie des britischen Abenteuerers T.E. Lawrence (1888 - 1935) einen der prägendsten Filme in der Geschichte des Kinos. Dabei gibt es vieles, was den Streifen so einzigartig macht. Die Darsteller (u.a. Peter O'Toole, Anthony Quinn, Omar Sharif und Alec Guinness) , die epische Inszenierung, Maurice Jarres fantastische Musik - die Liste könnte endlos fortgeführt werden.
Im Zentrum der Handlung steht T.E. Lawrence, der als britischer Offizier die Araber bei ihrem Aufstand gegen das Osmanische Reich unterstützt. Im Film wird seine Beteiligung jedoch stärker hervorgehoben, als diese in der Realität effektiv ausgefallen sein dürfte. Aufgrund seiner Orts- und Sprachkenntnisse war er vor allem als Verbindungsmann tätig.
An den Kinokassen wurde der 15 Mio. $ teure "Lawrence von Arabien" ein grosser Hit und war mit US-Verleiheinnamen von 15 Mio. $ der grösste Kassenschlager des Jahres 1962. Auf Kritikerbestenlisen landet er noch heute oft in den vorderen Rängen und auch zahlreiche einflussreiche Filmemacher (u.a. Steven Spielberg) nannten ihn als Inspiration für ihre Karriere. Von der Oscarjury wurde er mit ingesamt sieben Trophäen belohnt, u.a. in den Kategorien Film, Regie und die Musik.

1966: Der blaue Max
Der spätere "A-Team"-Chef George Peppard verkörpert in diesem dramatischen Streifen den aus einfachen Verhältnissen stammenden Leutnant Bruno Stachel. Dieser macht sich im Ersten Weltkrieg sowohl unter Freunden als auch Feinden einen Namen als Fliegerass.
Die Figur des Bruno Stachel basiert auf keiner realen Persönlichkeit. Vorbild dürfte jedoch der berühmte deutsche Kampfpilot Manfred von Richthofen alias "Der rote Baron" gewesen sein. Die Figur hat im Film auch einen Auftritt und wird von Stachel in einem waghalsigen Manöver gerettet.
Im Gegensatz zu vielen Filmen mit dem gleichen Thema betreibt "Der blaue Max" keine Romantisierung der Kampfpiloten. Deren Leben war nämlich wenig von Ritterlichkeit geprägt.
Ganz im Gegenteil: In der Regel nutzten Kampfpiloten den "sicheren" Überraschungsangriff aus dem Hinterhalt. Auch waren sie wenig erpicht auf den Ernstfall und flogen oft nur auf Befehl ins
Gefecht. Die Verluste der Fliegertruppen waren dennoch enorm hoch, da viele Piloten bereits bei Testflügen ihr Leben verloren.
Die Musik zu "Der blaue Max" schrieb übrigens Jerry Goldsmith, der nur zwei Jahre später mit seiner Komposition zu Planet der Affen (1968) seinen Durchbruch feierte.

1981: Gallipoli
In Peter Weirs bewegendem Charakterdrama befreunden sich zwei australische Kurzstreckenläufer ("Mad Max" Mel Gibson, Mark Lee) und beschliessen zusammen in den Krieg zu ziehen. Nach einer längeren Militärausbildung in Ägypten werden sie auf die Halbinsel Gallipoli beorderte. Dort gerät ihre Truppe unter schweren Beschuss der Türken.
Rund 4'000 Soldaten des "Australian and New Zealand Army Corps" (kurz ANZAC) verloren bei der Schlacht um Gallipoli ihr Leben. Und dies nur, um von der grossen Invasion von 120'000 britischen Soldaten abzulenken.

2004: Mathilde – Eine große Liebe
Liebe ist Trumpf: In diesem gefühlsvollen Drama von Jean-Pierre Jeunet begibt sich die junge Mathilde ("Die fabelhafte Welt der Amélie"-Star Audrey Tautou) inmitten der Kriegswirren auf die Suche nach ihrem geliebten Verlobten Manech (Gaspard Ulliel). Dieser soll angeblich einer von fünf Soldaten sein, die wegen Selbstverstümmelung zum Tode verurteilt wurden.
Jeunets Film besticht vor allem durch seine visuelle Kraft und die Liebe zum Detail. Dabei thematisiert der Streifen auch die verheerenden Auswirkungen des Krieges auf den Einzelnen. Insbesondere findet auch die historische Tatsache, dass vermeintliche Deserteure bestraft wurden, Gehör. So wurden im Ersten Weltkrieg z.B. Soldaten, welche durch Granatfeuer traumatisiert wurden, nicht als krank angesehen sondern als feige. Ein Teil von Ihnen wurde deshalb zum Tode verurteilt.

2008: Der rote Baron
Fliegeraction made in Germany: Regisseur Nikolai Müllerschön erzählt mit einem stattlichen Budget von 18 Mio. Euro die Geschichte des berühmten deutschen Fliegerass Manfred von Richthofen (1892 -1918). Dieser erzielte im Ersten Weltkrieg die höchsten Zahl von Luftsiegen eines einzelnen Piloten. Kein Wunder erhielt er von der französischen Seite Spitznamen wie le petit rouge („Der kleine Rote“) oder auch Diable Rouge („Roter Teufel“).
Im Film wird er vom späteren Comedy-Superstar Matthias Schweighöfer verkörpert. Bei Kritik- und Publikum fiel der gut gemeinte Streifen trotz der zusätzlichen Starpower von Til Schweiger durch.

2011: Gefährten
In Steven Spielbergs solidem Kriegsabenteuer ist der Hauptdarsteller zur Ausnahme mal ein Vierbeiner: Pferd Joey. Dieses gehört dem Farmer Ted (Peter Mullan), der es bei einer Auktion ersteigern konnte. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs muss er das Pferd aber an das Militär verkaufen. Dort macht Joey eine aussergewöhnliche Karriere.
Der Film basiert auf dem Kinderbuch "War Horse" (1982) des Briten Michael Morpurgo. Morpurgo recherchierte akribisch für sein Buch und fand heraus, dass im Ersten Weltkrieg allein auf Seiten der Engländer über eine Million Pferde im Krieg starben.

2017: Wonder Woman
Auf den ersten Blick ein unkonventioneller Kandidat, doch ein Grossteil der Handlung der DC-Comicverfilmung spielt während des Ersten Weltkriegs. Auch hinterlässt das Ereignis einen prägenden Eindruck auf die Hauptfigur. Im Film trifft die Amazonenkämpferin mit den übermenschlichen Kräften nämlich auf ihre grosse Liebe Steve Trevor (Chris Pine). Dieser ist durch und durch Soldat und ist während des Krieges auf einer wichtigen Geheimmission unterwegs.
Für eine Comicverfilmung schlägt "Wonder Woman" überraschend kritische Töne in Bezug auf das Kriegsgeschehen an, unterhält aber gleichzeitig als visuell beeindruckendes Fantasyabenteuer. Insbesondere die Szenen in den Schützengräben wissen dabei zu überzeugen.
Quellen:
- www.wikipedia.org (diverse Recherchen in deutsch und englisch)
- www.imdb.com (diverse Recherchen, englisch)
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