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Barry Lyndon (1975)


★★★★★

Stanley Kubrick belebt seine unkonventionelle Geschichte mit malerischen Bildern und wartet dabei mit viel Detailliebe und umwerfender Ausstattung auf. Mit "Barry Lyndon" gelang ihm ausserdem ein faszinierendes und äusserst akkurates Abbild der damaligen Zeit.

Story

Europa, 18. Jahrhundert: Der irischstämmige Landadelige Redmond Barry (Ryan O'Neal) verliebt sich in seine attraktive Cousine Nora (Gay Hamilton). Doch auch der Offizier John Quinn (Leonard Rossiter) zeigt Interesse an ihr und fordert Barry zum Duell auf. Das Duelle wird jedoch von Noras Familie fingiert, woraufhin Barry fliehen muss. Auf der Flucht schliesst er sich der Armee an, desertiert und trifft schliesslich die wohlhabende Lady Lyndon (Marisa Berenson)...

 

Hintergrund

Für sein Epos benötigte Kubrick 300 Drehtage über eine Zeitspanne von rund zwei Jahren. Die Produktion stand aufgrund von Budgetstreitigkeiten im Verlauf der Drehzeit zweimal still. Am Ende verschlang "Barry Lyndon" die damals stattliche Summe von 11 Mio. $, welche Kubrick natürlich überwiegend in die Kostüme und die Ausstattung steckte. U.a. in diesen beiden Kategorien wurde "Barry Lyndon" schliesslich für den Oscar ausgezeichnet.

 

Damit die Darsteller in die Stimmung der damaligen Zeit eintauchen konnte liess Stanley Kubrick während der Takes klassische Musik laufen. Diese Methode wandte bereits Sergio Leone bei Dreh seines Kult-Klassikers Spiel mir das Lied vom Tod (1968) an. 

 

An den Kinokassen blieb "Barry Lyndon" in den USA weit hinter den Erwartungen zurück, konnte jedoch in Europa grosse Erfolge verbuchen. Am Ende kam das Epos immerhin in die Gewinnzone und war somit nicht wie oft behauptet ein Kassenflop.

Originaltitel: Barry Lyndon

Regie: Stanley Kubrick

Darsteller: Ryan O'Neal, Marisa Berenson, Patrick Magee, Hardy Krüger, Steven Berkoff, Gay Hamilton, Marie Kean, Diana Körner, Murray Melvin, Frank Middlemass, André Morell, Arthur O'Sullivan

Laufzeit: 184 Minuten

Metacritic: 89/100

Budget: 11 Mio. $

US-Verleiheinspiel: 9,2 Mio. $

(Top 30 1975, Rang 22)

Verleiheinspiel weltweit: 31,5 Mio. $

Oscars: 4 (Kamera, Ausstattung, Kostüme, Musik)

Kinostart DE: 17.07.1976

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