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Fahrenheit 451 (1966, UK)


François Truffaut gelang eine grandiose Verfilmung von Ray Bradburys zeitlosem Romanklassiker und damit auch eine äusserst gelungene Studie über die Grundlagen und Mechanismen eines totalitären Staates.

Story

Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Ray Bradbury (1920-2012): In nicht allzuferner Zukunft steht das Lesen von Büchern unter Strafe. Feuerwehrmann Guy Montags (Oskar Werner) Aufgabe ist es, diese bei Auffinden zu vernichten. Bis er schliesslich selbst zu Lesen beginnt...

 

Hintergrund

Gemäss Produzent Lewis M. Allen konnten sich Regisseur François Truffaut und Hauptdarsteller Oskar Werner am Ende der Dreharbeiten nicht mehr ausstehen. Dies führte sogar soweit, dass die beiden für die letzten zwei Drehwochen nicht mehr miteinander redeten und sich Oskar Werner extra die Haare schnitt, da dies nicht mehr zur Kontinuität des Films passte.

 

Die Rechtsabteilung der Filmgesellschaft verlangte, dass nur Bücher im Film verbrannt werden dürfen, welche zum öffentlichen Eigentum gehören. Sie befürchteten, dass sonst Klagen der Autoren oder deren Verwandten folgen könnten. Regisseur Truffaut ignorierte diese Vorgabe und war der Meinung, dass zahlreiche Autoren sich sicher glücklich schätzen würden, wenn ihr Buch im Film verbrannt werden würde. Zu Klagen ist es nie gekommen.

 

Bei seiner Uraufführung wurde "Fahrenheit 451" von den Kritikern mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Und auch an den Kinokassen floppte der Streifen mit einem US-Verleiheinspiel von mageren 1 Mio. $ (Kostenpunkt: 1,5 Mio. $).

Originaltitel: Fahrenheit 451

Regie: François Truffaut

Darsteller: Julie Christie, Oskar Werner, Cyril Cusack, Anton Diffring, Jeremy Spenser, Bee Duffell, Alex Scott, Gillian Aldam, Michael Balfour, Ann Bell

Laufzeit: 112 Minuten
US-Premiere: 14.11.1966 (UK: 16.09.1966)

Metacritic: -

Budget: 1,5 Mio. $

US-Verleiheinspiel: 1 Mio. $

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