
"Die Faust im Nacken" ist ein eindringliches und sozialkritisches Meisterwerk, welches auch Jahrzehnte nach seiner Uraufführung nichts von seiner Kraft verloren hat. Dabei weiss der Streifen insbesondere durch seinen authentischen Inszenierungsstil und die herausragenden Darstellerleistungen zu überzeugen.
Story
Hafenarbeiter Terry Malloy (Marlon Brando) spielt für seinen Bruder (Rod Steiger) und dessen korrupten Chef (Lee J. Cobb) immer mal wieder den Handlager. Dabei erledigt er öfters die Drecksarbeit für die beiden. Als ihm jedoch die attraktive Edie (Eva Marie Saint) über den Weg läuft erlebt er einen Sinneswandel...
Hintergrund
Obwohl Marlon Brando von Beginn an erste Wahl für die Rolle des Terry Malloy war, lehnte er zuerst ab. Als Ersatz war deshalb lange Frank Sinatra im Gespräch. Schliesslich sagte Brando doch noch zu und gewann erstmals den Oscar als Bester Hauptdarsteller.
Die vielzitierte und berühmte Szene auf dem Rücksitz des Taxis, in welcher Terry Malloy seinem Bruder die Schuld an seinem Versagen gibt, war entgegen hartnäckiger Gerüchte und Behauptungen von Marlon Brando selbst, nicht improvisiert. Regisseur Elia Kazan bestand darauf, dass sich die Darsteller an das Drehbuch halten.
An den Kinokassen war die 910'000 $ teure Produktion ein grosser Kassenerfolg und zählte mit US-Verleiheinnahmen von 4,2 Mio. $ zu einem der erfolgreichsten Filme des Jahre 1954. Unter Filmkritikern taucht "Die Faust im Nacken" noch heute regelmässig in den Bestenlisten auf.
Originaltitel: On the Waterfront
Regie: Elia Kazan
Darsteller: Marlon Brando, Karl Malden, Lee J. Cobb, Rod Steiger, Pat Henning, Leif Erickson, James Westerfield, Tony Galento, Tami Mauriello, John F. Hamilton
Laufzeit: 108 Minuten
US-Premiere: 28.07.1954
Metacritic: 91/100MUST-SEE
Budget: 910'000 $
US-Verleiheinspiel: 4,2 Mio. $
(Top 30 1954, Rang 21)
Oscars: 8 (Film, Regie, Hauptdarsteller [Marlon Brando], Nebendarstellerin [Eva Marie Saint], Drehbuch, Szenenbild, Kamera, Schnitt)
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