
"Findet Nemo" weiss nicht nur mit seiner herzerwärmenden Geschichte und seinen originellen Charkteren zu überzeugen sondern vor allem auch dank der atemberaubenden und farbenprächtigen Animation der Unterwasserwelt. Ein Meilenstein des Animationskinos und einer der besten Pixar-Filme aller Zeiten.
Story
Clownfisch Marlin ist seit dem Tod seiner Frau ständig um seinen einzigen Sohn Nemo besorgt und will um jeden Preis vermeiden, dass der Kleine die grosse weite Welt des Ozeans entdeckt. Als Nemo ihm beweisen will, dass er keine Angst hat, wird er von einem Taucher entführt und landet im Aquarium eines australischen Zahnarztes. Marlin springt über seinen eigenen Schatten und macht sich auf die Suche nach seinem Sohn...
Hintergrund
Regisseur Andrew Stanton stellte Pixar-Chef John Lasseter in einer einstündigen Sitzung seine Idee und Geschichte vor, wobei er aufwendige visuelle Hilfsmittel und Charakterstimmen einsetzte. Am Ende fragte ein erschöpfter Stanton Lasseter, was er davon halte, worauf Lasseter antwortete: "Sie hatten mich schon bei "Fisch"."
Pixar entwickelte eine Software, die die Unterwasserszenen so realistisch erschienen liessen, dass sie absichtlich Verschlechterungen einbauen mussten. Um das ganze jedoch so realistisch wie möglich umzusetzen besuchten die Mitarbeiter zuvor einen Crashkurs über Meereskunde und die Biologie von Fischen.
In der Originalfassung wird Meeresschildkröte Crush von Regisseur Andrew Stanton gesprochen. Dies war von Stanton eigentlich gar nicht vorgesehen, da er Crush nur für die Zeit während der Produktion und für die Rohfassung die Stimme leihen wollte. Als er jedoch bei den Testvorführungen so gut abschnitt, entschied sich Pixar, Stantons Stimme auch für die fertige Version zu verwenden.
An den Kinokassen war "Findet Nemo" ein riesiger Kassenschlager und spielte weltweit 871 Mio. $ ein. In 2021-$ entspricht dies rund 1,6 Mrd. $, womit der Streifen noch heute zu den erfolgreichsten Animationsfilmen aller Zeiten gehört. Im Heimkino führte "Findet Nemo" seinen Siegeszug fort und entwickelte sich zu einer der bestverkauften DVD aller Zeiten. Ausserdem löste das Fischabenteuer 2003 eine wahre Clownfisch-Hysterie aus und führte gar dazu, dass 2004 aufgrund der grossen Nachfrage die Fangquote für Clownfische auf der Pazifikinsel Vanuatu erhöht werden musste.
Der im Film gezeigte Hai Bruce ist übrigens ein kleiner Insidergag. Bruce wurde das animatronische Haimodell genannt, welches Steven Spielberg für seinen Horrorschocker Der weisse Hai (1975) verwendete. Das Modell war vor allem für seine technischen Macken berüchtigt und sank des öfteren auf den Grund des Meeres.
Originaltitel: Finding Nemo
Regie: Andrew Stanton, Lee Unkrich
Stimmen: Domenic Redl, Christian Tramitz,Anke Engelke,Udo Wachtveitl,Thomas Fritsch,Thomas Albus,Jean Pütz, Martin Umbach, Kai Taschner,Frank Lenart, Michael Gahr, Sibylle Nicolai
Laufzeit: 96 Minuten
Metacritic: 90/100
Budget: 94 Mio. $
Box-Office weltweit: 871,0 Mio. $ (weltweit); 339,7 Mio. $ (USA/Kanada)
Oscars: 1 (Bester Animationsfilm)
Kinostart DE: 20.11.2003
Besucher DE: 8’679’400
Kinostart CH: 19.11.2003
Besucher CH: 1’115’657
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