
"Flammendes Inferno" bietet trotz seiner simplen Handlung und seiner klischeehaften Figurenzeichnung fesselndes und einvernehmendes Katastrophenkino und zählt zu einem der besten Vertreter seines Genres.
Story
In San Francisco soll das 138-stöckige Hochaus der Duncan Enterprises eingeweiht werden. Doch gleich zu Beginn kommt es aufgrund mangelhafter Isolierung der Kabel zu einem Kurzschluss. Architekt Doug Roberts (Paul Newman) untersucht deshalb den Vorfall und muss zu seinem Ärger feststellen, dass die von ihm vorgeschriebenen Sicherheitsstandards aus Kostengründen nicht eingehalten wurden. Dennoch findet im 135. Stock die Einweihungsparty mit über 300 Gästen statt. Als es dann im Lagerraum des 81. Stockwerk tatsächlich zu einem Brand kommt, müssen die Partygäste um ihr Leben bangen...
Hintergrund
Die Produktion war für damalige Verhältnisse so aufwändig und kostspielieg, dass sich die grossen Studios 20th Century Fox und Warner Bros. zusammentaten. Das Budget von damals gewaltigen 14 Mio. $ stellten sie gemeinsam auf die Beine und teilten sich dafür die amerikanischen und internationalen Verleihrechte auf.
Obwohl "Flammendes Inferno" von den zeitgenössischen Kritikern mit gemischten Gefühlen aufgenommen wurde, entwickelte er sich mit einem weltweiten Box-Office von 203 Mio. $ (ca. 1,45 Mrd. in 2021-$) zu einem der grössten Kassenschlager der 1970er Jahre und zum erfolgreichsten Katastrophenfilm des Jahrzehnts. Selbst der enorm erfolgreiche Die Höllenfahrt der Poseidon (1972) konnte mit weltweiten Einnahmen von 125 Mio. $ dem Streifen nicht das Wasser reichen.
"Flammendes Inferno" gilt heute zu Recht als Höhepunkt des in den 1970er Jahren grassierenden Katastrophenfilmbooms und war einer der wenigen Streifen dieses Genres, welcher mehrere Oscars gewann. Ausserdem war er neben Genrepionier "Airport" (1970) der einzige Katastrophenfilm, welcher auch in der Kategorie Bester Film nominiert wurde.
Originaltitel: The Towering Inferno
Regie: John Guillermin
Darsteller: Steve McQueen, Paul Newman, William Holden, Faye Dunaway, Fred Astaire, Susan Blakely, Richard Chamberlain, Jennifer Jones, O.J. Simpson, Robert Vaughn, Robert Wagner
Laufzeit: 165 Minuten
Metacritic: 69/100
Budget: 14 Mio. $
Verleiheinspiel: 91,8 Mio. $ (weltweit); 48,8 Mio. $ (USA/Kanada)
Box-Office: 203,3 Mio. $ (weltweit)
Oscars: 3 (Kamera, Schnitt, Song We May Never Love Like This Again)
Kinostart DE: 06.03.1975
Besucher DE: über 3'000'000
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