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Giganten (1956)


★★★★★

Regisseur George Stevens gelang ein fesselndes Familienepos mit viel Tiefgang und Tragik, einvernehmenden Bildern und tollen Darstellerleistungen. Einer der besten Filme der 1950er Jahre und ein Gigant in der US-Filmgeschichte. Bravourös.

Story

Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Edna Ferber (1885-1968): Der aufstrebende texanische Rinderbaron Bick Benedict (Rock Hudson) begibt sich zum Pferdekauf auf das Anwesen von Dr. Horace Lynnton (Paul Fix). Dort läuft ihm dessen attraktive Tochter Leslie (Elizabeth Taylor) über den Weg und die beiden verlieben sich ineinder und heiraten kurze Zeit später. Leslie zieht dabei zu Bick nach Texas. Doch dort beginnen die Probleme und Leslie versteht sich mit Bicks Schwester Luz (Carroll Baker) überhaupt nicht. Gleichzeitig entwickelt sich zwischen Bick und dessen Mitarbeiter Jett Rink (James Dean) eine folgenschwere Rivalität... 

 

Hintergrund

"Giganten" wurde für die damals beeindruckende Summe von 5,4 Mio. $ überwiegend in Texas gedreht. Die Dreharbeiten dauerten insgesamt 146 Tage und wurden durch die Spannungen zwischen James Dean und Regisseur George Stevens erschwert. Auch zwischen Hauptdarsteller Rock Hudson und Dean stand es nicht zum besten. Hauptgrund für die Reibereien waren die unterschiedlichen Schauspielstile der beiden.

 

Als Rock Hudson gecastet wurde, fragte ihn Produzent und Regisseur George Stevens, wen er als Hauptdarstellerin vorziehen würde: Grace Kelly oder Elizabeth Taylor. Hudson entschied sich für Taylor, die daraufhin verpflichtet werden konnte und schließlich eine lebenslange Freundschaft mit Hudson entwickelte.

 

James Dean beendete die Dreharbeiten am Freitag, den 23. September 1955. Nur eine Woche später, am 30. September 1955, starb er in einem fatalen Autounfall. Während der Dreharbeiten trat Dean für einen Schwarzweiss-Fernsehspot auf und warb dabei für sicheres Autofahren. An die Zuschauer richtete er sich mit den folgenden Worten: "Die Leute sagen, dass Rennen gefährlich sind, aber ich gehe lieber auf der Rennstrecke ein Risiko ein als auf der Autobahn." Bevor er das Studio verließ, fügte er noch einen Ratschlag hinzu: "Fahren Sie vorsichtig, denn das Leben, das Sie retten, könnte meines sein." James Dean wurde schliesslich zum zweiten Mal posthum für den Oscar als Bester Hauptdarsteller nominiert. Das erste Mal war für Elia Kazans meisterhaftes Drama "Jenseits von Eden" (1955).

 

Mit US-Verleiheinnahmen von 12 Mio. $ zählte "Giganten" nach dem Bibelepos "Die zehn Gebote" (31,3 Mio. $) und der Romanverfilmung "In 80 Tagen um die Welt" (21,8 Mio. $) zum erfolgreichsten Film des Jahres 1956. Mit einem weltweiten Verleiheinspiel von 35 Mio. $ war "Giganten" für die Warner Bros. lange Zeit der erfolgreichste Streifen in der langjährigen Geschichte des Filmstudios. Abgelöst wurde er erst durch Superman im Jahr 1978.

Originaltitel: Giant

Regie: George Stevens

Darsteller: Elizabeth Taylor, Rock Hudson, James Dean, Carroll Baker, Jane Withers, Chill Wills, Mercedes McCambridge, Dennis Hopper, Sal Mineo, Rod Taylor, Judith Evelyn, Earl Holliman, Robert Nichols

Laufzeit: 201 Minuten

Metacritic: 84/100

Budget: 5,4 Mio. $
Verleiheinspiel: 35 Mio. $ (weltweit); 12 Mio. $ (USA/Kanada)

Oscars: 1 (Regie)

Kinostart DE: 12.12.1956

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