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Lohn der Angst (1953)


Henri-Georges Clouzets meisterhaft inszenierter Hochspanngungsthriller ist mit Sicherheit einer der besten Filme des französischen Kinos und weiss noch heute zu fesseln.

Story

Um ein brennendes Ölfeld zu löschen, wirbt eine US-Gesellschaft in einem kleinen Dorf in Venezuela vier Männer (Yves Montand, Charles Vanel, Peter van Eyck, Volco Lulli) an. Diese sollen hochexplosives Nitroglyzerin mit Lastwagen zum Brandort transportieren. Doch das gefährliche Unterfangen scheint von Anfang an zum Scheitern verurteilt zu sein...

 

Hintergrund

Die Rolle des Jo wurde zuerst Jean Gabin angeboten, doch dieser lehnte ab. Er wollte keinen "Feigling" spielen. Also sprang Charles Vanel ein und erhielt von der Jury in Cannes prompt eine "Lobende Erwähnung" für seine hervorragende Darstellung. Der Film selbst wurde verdientermassen mit der Goldenen Palme ausgezeichnet.

 

Gedreht wurde "Lohn der Angst" überwiegend in Südfrankreich. Ursprünglich sollte er in Spanien inszeniert werden, doch Hauptdarsteller Yves Montand und dessen Ehefrau Simone Signoret weigerten sich aufgrund des Franco Regimes den Film dort zu drehen.

 

In seinem Heimatland Frankreich war "Lohn der Angst" mit insgesamt 6,94 Millionen Besuchern nach "Die grösste Schau der Welt" (9,48 Mio. Besucher) und "Don Camillos Rückkehr" (7,42 Mio. Besucher) der dritterfolgreichste Film des Jahres 1953.

 

Für die US-Veröffentlichung 1955 wurde der Film drastisch gekürzt, wobei etwa 35 Minuten der Schere zum Opfer fielen. Gekürzt wurden insbesondere mehrere Szenen in welcher die fiktive amerikanische Ölgesellschaft zu negativ dargestellt wurde. Dies wurde dem Film als Antiamerkanismus ausgelegt.

 

William Friedkin (Der Exorzist, 1973) drehte 1977 ein 20 Mio. $ teures US-Remake, welches an den Kinokassen jedoch scheiterte und auch nicht an die Qualität des Originals heranreichte.

Originaltitel: Le Salaire de la peur

Regie: Henri-Georges Clouzot

Darsteller: Yves Montand, Charles Vanel, Folco Lulli, Peter van Eyck, Véra Clouzot, William Tubbs, Darío Moreno, Jo Dest, Antonio Centa, Luis De Lima, Grégoire Gromoff, Joseph Palau-Fabre, Faustini

Laufzeit: 131 Minuten
FR-Premiere: 22.04.1953
US-Premiere: 16.02.1955

Metacritic: 85/100 MUST-SEE

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