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Lawrence von Arabien (1962)


David Lean gelang ein überwältigendes und in atemberaubenden Bildern erzähltes Epos, welches trotz seiner historischen Unzulänglichkeiten über die gesamte Laufzeit zu fesseln weiss.

Story

Der britische Offizier Thomas Edward Lawrence (Peter O'Toole) wird während des Ersten Weltkriegs auf die arabische Halbinsel entsandt. Dort soll er Prinz Faisal (Alec Guinness) beobachten. Auf seinem Weg durch die Wüste begegnet Lawrence dem Beduinen Sherif Ali (Omar Sharif) und schliesst eine folgenreiche Freundschaft mit ihm...

 

Hintergrund

Um die Szenerie der Wüste so authentisch und intesiv wie möglich einzufangen, zog David Lean vor Drehbeginn ein Jahr lang mit Kamera und Notzibuch durch Saudi-Arabien. Für den Film hatte David Lean 15 Mio. $ und eine Crew von bis zu 1'000 Personen (inklusive der Statisten) zur Verfügung.

 

Ursprünglich war Montgomery Clift für die Hauptrolle vorgesehen. Dieser lehnte jedoch dankend ab und empfahl stattdessen den nahezu unbekannten Peter O'Toole. Für O'Toole der Beginn einer langen Karriere als Charakterdarsteller.

 

Während des Drehs der berühmten Szene des Angriffs auf die Stadt Aqaba waren sowohl Peter O'Toole als auch Omar Sharif sturzbetrunken. Sharif band sich zur Sicherheit an seinem Pferd fest und musste schliesslich unter Mithilfe eines Crewmitglieds losgeschnitten werden.

 

An den Kinokassen war "Lawrence von Arabien" ein riesiger Kassenschlager und zählte mit US-Verleiheinnahmen von 15 Mio. $ erfolgreichsten Filmen der 1960er Jahre. Nebst diesem finanziellen Erfolg entwickelte sich Leans Meisterwerk bei den Kritikern auf aller Welt zu einem der gefeiertsten Filme in der Geschichte des Kinos.

 

Noch heute landet "Lawrence von Arabien" regelmässig auf den Bestenlisten namhafter Kritiker- und Filmmagazine. Auch zahlreiche Filmschaffende (u.a. Steven Spielberg) nannten den Film als Inspiration für ihr Werk.

Originaltitel: Lawrence of Arabia

Regie: David Lean

Darsteller: Peter O'Toole, Alec Guinness, Anthony Quinn, Jack Hawkins, Omar Sharif, José Ferrer, Anthony Quayle, Claude Rains, Arthur Kennedy, Donald Wolfit, I.S. Johar, Gamil Ratib, Michel Ray, John Dimech

Laufzeit: 216 Minuten (Kinofassung) / 227 Minuten (Neufassung)

US-Premiere: 10.12.1962

Metecritic: 100/100MUST-SEE

US-Verleiheinspiel: 15 Mio. $
(Top 30 1962, Rang 1)
Verleiheinspiel weltweit:
34,7 Mio. $ (bis 1972)
Oscars:
7 (Film, Regie, Musik, Kamera, Szenenbild, Schnitt, Ton)

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