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Der eiskalte Engel (1967)


Jean-Pierre Melvilles Killerporträt zählt zu den besten Filmen des Gangsterfilmgenres und weiss vor allem durch Alain Delons stoisches Spiel und den authentischen Inszenierungsstil zu begeistern. Ein echter Klassiker, nicht nur des französischen Kinos.

Story

Jef Costello (Alain Delon) ist ein einzelgängerischer Profikiller, der privat allein lebt und seine Wohnung mit einem Dompfaff teilt. Für seinen nächsten Auftrag besorgt sich Costello bei seiner Freundin Jane (Nathalie Delon), einer Edelprostituierten, ein Alibi. Später erschiesst er in einem Nachtklub den Barbesitzer. Doch bald ist ihm nicht nur die Polizei auf den Fersen sondern auch seine Auftraggeber. Für Costello beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit...

 

Hintergrund

Um Alain Delon von der Mitwirkung an dem Film zu überzeugen las ihm Regisseur Jean-Pierre Melville das Drehbuch vor. Nach etwas sieben oder acht Minuten unterbrach ihn Delon und sagte für die Rolle zu. Der Grund: Bis zu diesem Zeitpunkt hatte seine Figur noch keine einzige Dialogzeile, was Delon so interessant fand, dass er zusagte.

 

Für die Rolle der Prostituierten Jane besetzte Regisseur Melville Delons damalige Frau Nathalie. Deren Ehe war jedoch bereits in der Auflösung und so hatte die Szene, in welcher sich Costello von Jane verabschiedet eine tiefere Bedeutung. Gemäss Melville trennten sich Alain und Nathalie Delon noch am selben Abend, als diese Szene gedreht wurde.

 

Unmittelbar nach Beendigung der Dreharbeiten brannte Melvilles Studio komplett ab. Dabei starb der im Film gezeigte Dompfaff. Melville brauchte Jahre, um sich von dem finanziellen Schaden des Studiobrands zu erholen.

 

Trotz gemischter Kritiken wurde "Der eiskalte Engel" in seinem Heimatland Frankreich mit 1,93 Millionen Kinobesuchern ein solider Kassenerfolg. Im Laufe der Jahre entdeckten auch die Kritiker die Qualitäten des Streifens und er wurde unisono zum Klassiker erkoren.

Originaltitel: Le samouraï

Regie: Jean-Pierre Melville

Darsteller: Alain Delon, François Périer, Nathalie Delon, Cathy Rosier, Catherine Jourdan, Robert Favart, Jean-Pierre Posier, Roger Fradet, Carlo Nell, Robert Rondo, Georges Casati, Ari Aricardi, Guy Bonnafoux

Laufzeit: 105 Minuten

FR-Premiere: 25.10.1967

US-Premiere: 12.07.1972

Metacritic: -
Budget: -

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