
"Der Marathon-Mann" ist ein packender und hervorragend gespielter Hochspannungsthriller mit einem Dustin Hoffman in Höchstform. Die berühmte Folterszene zählt dabei zu einer der intensivsten, die das Thrillerkino je hervorbrachte.
Story
Basierend auf dem gleichnamigen Roman von William Goldmann (1931-2018): Der Geschichtsstudent Babe Levy (Dustin Hoffmann) wird ungewollt in eine Operation des Geheimdienstes verwickelt. Ziel dieser Operation ist es, den ehemaligen Nazi-KZ-Zahnarzt Christian Szell (Laurence Olivier) zu fassen. Als die Operation jedoch aus dem Ruder läuft, muss Levy um sein Leben bangen...
Hintergrund
Für "Der Marathon-Mann" verlor Hauptdarsteller Dustin Hoffmann rund sieben Kilogramm Körpergewicht und joggte täglich bis zu 6,5 Kilometer. Hoffmann rannte auch vor jeder Szene, in der er gemäss Drehbuch ausser Atem sein sollte.
Roy Scheider, der im Film den Bruder der Hauptfigur Babe Levy spielt, las das Buch von William Goldman während der Dreharbeiten zu Steven Spielbergs Blockbuster Der weisse Hai (1975). Er las das Buch in einer Nacht durch und fand es grossartig. Scheider bedauerte es nur, dass die Figur, die ihn am meisten interessierte, bereits in der ersten Hälfte des Buches stirbt.
Die legendäre Folterszene, in der Szell Levy mit einem Bohrer wortwörtlich auf den Zahn fühlt, musste drastisch gekürzt werden. Grund: Der Mehrheit des Testpublikums wurde bei der eindringlichen Szene Übel.
Nichtsdestotrotz wurde "Der Marathon-Mann" an den Kinokassen ein grosser Erfolg und brachte es allein in den USA auf ein Verleiheinspiel von 16,6 Mio. $. Mit diesem Ergebnis platzierte er sich in den Jahrescharts auf Rang 13 und damit noch vor dem Horrorschocker Carrie - Des Satans jüngste Tochter, der Satire "Network" und dem Clint Eastwood-Western "Der Texaner".
Originaltitel: Marathon Man
Regie: John Schlesinger
Darsteller: Dustin Hoffman, Laurence Olivier, Roy Scheider, William Devane, Marthe Keller, Fritz Weaver, Richard Bright, Marc Lawrence, Allen Joseph, Tito Goya, Ben Dova, Lou Gilbert, Jacques Marin
Laufzeit: 125 Minuten
Metacritic: 64/100
Budget: 6,5 Mio. $
Verleiheinspiel: 16,6 Mio. $ (USA/Kanada)
Kinostart DE: 01.04.1977
Besucher DE: ca. 590'000
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