
Alfred Hitchcock schuf mit diesem äusserst psychologischen und auf präzise Charakterisierung der Hauptfiguren ausgelegten Thriller einen weiteren Meilenstein des Genres. Dabei gefällt "Der Fremde im Zug" insbesondere durch das verzwickte Katz-und-Maus-Spiel seiner beiden Hauptfiguren. Zweifellos einer der besten Filme Hitchcocks.
Story
Basierend auf Patricia Highsmiths (1921-1995) Roman "Zwei Fremde im Zug": Tennis-Star Guy Haines (Farley Granger) lernt während einer Zugfahrt den Playboy Bruno Anthony (Robert Walker) kennen. Im Verlauf des Gesprächs konfrontiert Bruno Guy plötzlich mit einer Theorie, wie zwei vollkommen Fremde einen Mord begehen können, ohne dass sie dafür belangt werden können. Dabei schlägt er ihm vor, diesen Plan in die Tat umzusetzen...
Hintergrund
Die literarische Vorlage lieferte Krimi-Expertin Patricia Highsmith, die für die Rechte 7'500 $ erhielt. Da sie nicht wusste, dass es sich um Alfred Hitchcock handelte, der sich um die Rechte bemühte, hielt sie den Preis tief. Später soll sie sich darüber sehr geärgert haben.
Alfred Hitckcock arbeitet für "Der Fremde im Zug" erstmals mit Kamermann Robert Burks zusammen. Burks zählte über ein Jahrzehnt lang zusammen mit den später hinzugestossenen Cutter George Tomasini und dem Filmkomponisten Bernard Herrmann zum Kernteam Hitchcocks.
"Der Fremde im Zug" war die letzte grosse Rolle von Robert Walker. Er starb nur acht Monate nach Beendigung der Dreharbeiten an einer allergischen Reaktion auf ein Medikament zur Behandlung seiner Alkoholsucht. Er wurde nur 32 Jahre alt.
Originaltitel: Strangers on a Train
Regie: Alfred Hitchcock
Darsteller: Farley Granger, Robert Walker, Ruth Roman, Leo G. Carroll, Patricia Hitchcock, Laura Elliott, Marion Lorne, Jonathan Hale
Laufzeit: 101 Minuten
Metacritic: 88/100
Budget: 1,6 Mio. $
Verleiheinspiel: 2,93 Mio. $ (weltweit); 1,78 Mio. $ (USA/Kanada)
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