
"Frenzy" fesselt durch eine clevere Inszenierung und den raffinierten Wechsel aus Distanz- und Nahaufnahmen. Auch die verzwickte Situation der Hauptfigur sowie die Tatsache, dass der Mörder dem Publikum früh offenbart wird, verleiht dem Streifen eine ganz besondere Qualität. Eines der besten Spätwerke Hitchcocks.
Story
In London treibt ein mysteriöser Serienkiller sein Unwesen. Als die Ex-Frau des ehemaligen Royal Air Force-Piloten Richard Blaney (Jon Finch) ebenfalls ermordet wird, gerät er unter Verdacht. In seiner Verzweiflung versteckt sich Blaney in der Wohnung des Gemüsehändlers Bob Rusk (Barry Foster). Doch Rusk ist in Wahrheit der gesuchte Mörder und verfolgt seine eigenen Pläne...
Hintergrund
Einer der Hauptschauplätz des Films ist der Londoner Obst- und Gemüsemarkt im Stadtteil Covent Garden, der damals der größte seiner Art in ganz Großbritannien war. Das bunte Treiben auf dem Markt war eine Hommage von Regisseur Alfred Hitchcock an seine Kindheitstage. Damit wollte er dem Markt auch ein filmisches Denkmal setzen da diesem ein Umzug an die Nine Elms bevorstand, was den Markt natürlich vom Bild her verändern würde.
Die Dialoge des Drehbuchs enthielten viele altertümliche Sprachelemente, welche so im aktuellen Sprachgebrauch der 1970er Jahre überholt waren. Einige Darsteller waren deshalb unzufrieden mit den Dialogen und brachten Verbesserungsvorschläge an. Diese kamen bei Hitchcock nicht immer gut an und er gab z.B. Hauptdarsteller Jon Finch die Antwort: „Jon, ich sagte, du kannst Änderungen vorschlagen, ich sagte nicht, du könntest das ganze Drehbuch umschreiben.“ Dennoch berücksichtigte er einige der Vorschläge in der Endfassung des Films.
"Frenzy" erregte damals die Gemüter, insbesondere auch wegen der Ermordungsszene von Brenda Blaney (Barbara Leigh-Hunt). Diese geschieht vor laufender Kamera und wird detailliert geschildert. Auch war der Streifen Alfred Hitchcocks erster Film, welcher explizite Nacktszenen enthielt.
Originaltitel: Frenzy
Regie: Alfred Hitchcock
Darsteller: Jon Finch, Barry Foster, Barbara Leigh-Hunt, Anna Massey, Alec McCowen, Vivien Merchant, Billie Whitelaw, Clive Swift, Bernard Cribbins, Elsie Randolph, John Boxer, Jean Marsh, Michael Bates
Laufzeit: 116 Minuten
Metacritic: 92/100
Budget: 2 Mio. $
Verleiheinspiel: 6,38 Mio. $ (USA/Kanada)
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