
"Vera Cruz" besticht vor allem durch seine amoralischen und rauen Charaktere sowie die ausgezeichneten und farbenprächtigen Bilder. Nebenbei ist "Vera Cruz" auch eine gelungen Studie über die dem Menschen innewohnende Selbstsucht.
Story
Mexiko, 1866: Revolutionsführer Juarez und Kaiser Maximilian bekriegen sich. Die Gringos Trane (Gary Cooper) und Erin (Burt Lancaster) kämpfen mal auf Seiten der Revolution, mal auf Seiten des Kaisers. Als die beiden Glücksritter schliesslich die Gräfin Marie Duvarre (Denise Darcel) sowie einen Goldschatz durch das Land eskortieren sollen, wittern sie das grosse Geschäft. Doch die involvierten Parteien spielen ebenfalls ein falsches Spiel...
Hintergrund
Bei den Dreharbeiten in Mexiko kam es zwischen Regisseur Robert Aldrich und Burt Lancaster, die zuvor bereits in "Massai - Der grosse Apache" (1954) zusammenarbeiteten, zu Spannungen. Lancaster mischte sich aufgrund seiner Funktion als Produzent öfters in den kreativen Prozess ein und machte so Aldrich das Leben schwer.
Doch nicht nur Aldrich setzten die Dreharbeiten zu sondern auch Hauptdarsteller Gary Cooper. Dieser wurde von Splittern einer explodierenden Brücke getroffen und wurde so schwer verletzt, dass er zahlreiche Medikamente nehmen musste. Das Unglück passierte, weil das Spezialeffektteam zu viel Sprengstoff verwendete.
Die mexikanische Regierung war über die Darstellung ihrer Landsleute so entsetzt, dass sie späteren Hollywoodproduktionen strikte Regeln auferlegte. Aus diesem Grund trugen z.B. in dem Westernklassiker Die glorreichen Sieben (1960) sämtliche Mexikaner makellos weisse Kleidung.
Originaltitel: Vera Cruz
Regie: Robert Aldrich
Darsteller: Gary Cooper, Burt Lancaster, Denise Darcel, Cesar Romero, Sara Montiel, George Macready, Ernest Borgnine, Jack Elam
Laufzeit: 94 Minuten
US-Premiere: 25.12.1954
Metacritic: -
Budget: 1,6 Mio. $
US-Verleiheinspiel: 4,56 Mio. $
(Top 30 1954, Rang 15)
Verleiheinspiel weltweit: 9 Mio. $
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