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Das dreckige Dutzend (1967)


★★★★★

"Das dreckige Dutzend" ist ein waschechter und knallharter Actionstreifen, der insbesondere auch wegen seiner zahlreichen interessanten und ambivalenten Charakteren sowie der spannenden Inszenierung zu begeistern weiss. Mit seiner offen zur Schau getragenen Macho-Attitüde ist er nebenbei ein früher Vertreter des in den 1980er Jahren so populären Testosteron-Actionfilms.

Story

1944: Der US-Major John Reisman (Lee Marvin) soll in einem Soldatenstraflager zwölf Männer für einen Geheimauftrag ausbilden. Sie sollen hinter den deutschen Linien in Frankreich abspringen und ein SS-Quartier vernichten. Durch seine kompromisslose und harte Gangart verschafft er sich bei den Männern, die allesamt eine kriminelle Laufbahn hinter sich haben, Respekt. Das unkonventionelle Dutzend scheint schliesslich nach mehrwöchigem Training bereit für das Himmelfahrtskommando...

 

Hintergrund

Für die Rolle von US-Major Reisman war eigentlich John Wayne vorgesehen. Wayne war jedoch unabkömmlich und u.a. mit seinem eigenen Kriegsfilmprojekt ("Die grünen Teufel", 1968) beschäftigt. Lee Marvin sprang schliesslich als Ersatz ein und sicherte sich damit die berühmteste Rolle seiner Karriere.

 

An den Kinokassen war "Das dreckige Dutzend" weltweit ein enormer Kassenerfolg und zählte zu den erfolgreichsten Filmen seines Jahrgangs. Bei den Kritikern kam er zwar ebenfalls gut weg, die meisten warfen ihm aber seine für damalige Verhältnisse doch heftigen Gewaltszenen vor und bezichtigten ihn gar des Sadismus.

 

Lee Marvin bezeichnete "Das dreckige Dutzend" als "Mist" und "reine Geldmacherei". Dennoch genoss er den Streifen. Er war jedoch berechtigterweise der Meinung, dass der Film nichts mit dem Krieg wie er wirklich ist zu tun hat. Marvin war deshalb besonders froh, als er die Gelegenheit erhielt "The Big Red One" (1980) zu drehen. In diesem konnte er seine eigenen Kriegserfahrungen einbringen.

Originaltitel: The Dirty Dozen

Regie: Robert Aldrich

Darsteller: Lee Marvin, Ernest Borgnine, Charles Bronson, Jim Brown, John Cassavetes, Richard Jaeckel, George Kennedy, Trini Lopez, Ralph Meeker, Robert Ryan, Telly Savalas, Clint Walker, Robert Webber
Laufzeit:
143 Minuten

Metacritic: 73/100

Budget: 5,4 Mio. $
Verleiheinspiel: 31,3 Mio. $ (weltweit); 20,4 Mio. $ (USA/Kanada)

Oscars: 1 (Toneffekte)
Kinostart DE: 09.11.1967
Kinobesucher DE: >3'000'000

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