
"... Jahr 2022 ... die überleben wollen" ist eine heute beinahe prophetisch anmutende Dystopie, die nichts von ihrer Kraft verloren hat. Die Ökobotschaft könnte dabei moderner nicht sein und auch das überraschende Ende ist ein echter Knaller und eines der besten der Filmgeschichte.
Story
Basierend auf dem Roman "New York 1999" von Harry Harrison: New York, 2022: Die Stadt ist zu einem regelrechten Moloch mit über 40 Millionen Einwohnern mutiert. Da nicht genügend natürliche Nahrung vorhanden ist essen die Einwohner das synthetisch hergestellte Soylent Grün. In dieser tristen Gegenwart teilt Detektiv Thorn (Charlton Heston) gemeinsam ein Zimmer mit dem alten Sol (Edward G. Robinson). Dieser erzählt ihm regelmässig, wie schön und natürlich die Welt einst war. Als ein Manager der Soylent Grün-Firma ermordet wird, soll Thorn den Fall aufklären. Seine Ermittlungen bringen ihn schliesslich einer Verschwörung gigantischen Ausmasses auf die Spur...
Hintergrund
"... Jahr 2022 ... die überleben wollen" war bereits bei seiner Erstaufführung mit seinen Themen wie Umweltverschmutzung, Klimawandel, Überbevölkerung sowie die exzessive Nutzung endlicher Ressourcen brandaktuell. Nur ein Jahr zuvor veröffentlichte der Club of Rome seinen wegweisenden Report "Die Grenzen des Wachstums" und nahm dabei zahlreiche vom Film angedeutete Zukunftsprobleme vorweg.
"... Jahr 2022 ... die überleben wollen" fiel bei seiner Erstaufführungen weder bei der Kritik noch beim Publikum besonders auf. Er war nicht der grosse Kassenrenner und konnte seine Produktionskosten in den USA nicht wieder einspielen. Und auch die zeitgenössischen Rezensionen fielen gemischt aus. Heute gilt er jedoch zu Recht als Klassiker des Science-Fiction-Genres.
Originaltitel: Soylent Green
Regie: Richard Fleischer
Darsteller: Charlton Heston, Edward G. Robinson, Leigh Taylor-Young, Chuck Connors, Joseph Cotten, Brock Peters, Paula Kelly, Stephen Young, Mike Henry, Lincoln Kilpatrick, Roy Jenson, Leonard Stone
Laufzeit: 97 Minuten
Metacritic: 66/100
Budget: 4 Mio. $
US-Verleiheinspiel: 3,6 Mio. $
Kinostart DE: 23.05.1974
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