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M - Eine Stadt sucht einen Mörder (1931)


Mit "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" lieferte Regisseur Fritz Lang (Metropolis, 1927) nicht nur seinen ersten Tonfilm ab sondern auch ein Meisterwerk sowohl des Expressionismus als auch des Kriminalfilms. Mit viel visuellem und dramaturgischem Geschick zeichnet er dabei ein detailliertes Bild einer Stadt und seiner Bürger im Ausnahmezustand. Ganz zu Recht gilt sein Werk als Vorbild für zahlreiche moderne Kriminalfilme.

Story

In der Stadt Berlin treibt in den 1930er Jahren ein Kindermörder sein Unwesen und versetzt alle Bürger in Angst und Schrecken. Die Atmosphäre in der Stadt ist angespannt und droht zu eskalieren. Die Polizei gerät imme mehr unter Druck und sieht sich mit Misstrauen konfrontiert. Doch auch die Ganoven der Stadt fühlen sich in ihrer Ehre gekränkt und beginnen auf eigene Faust den Serientäter zu suchen...

 

Hintergrund

"M - Eine Stadt sucht einen Mörder" wurde überwiegend in einem ausserhalb von Berlin gelgenen Zeppelin-Hangar beim Flugplatz Staaken gedreht. Dort errichtete Bühnenbildner Erich Hasler zahlreiche Kulissen für den Film. Die Dreharbeiten selbst dauerten über sechs Wochen.

 

Bei seiner Uraufführung war "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" zwar ein Publikumserfolg, jedoch wurde er von der Presse zwiespältig aufgenommen. Während die eher linken Medien dem Streifen vorwarfen, Stimmung für die Todesstrafe zu machen, monierten die rechten, dass der Figur des Kindermörder zu viel Mitgefühl zuteil wird.

 

Der später Propagandaminster der Nazis, Joseph Goebbels (1897-1945), äusserte sich nach seinem Kinobesuch wie folgt: „Abends mit Magda Film ‚M‘ von Fritz Lang gesehen. Fabelhaft! Gegen die Humanitätsduselei. Für Todesstrafe! Gut gemacht. Lang wird einmal unser Regisseur. Er ist schöpferisch.“ Fritz Lang floh 1933 schliesslich nach Paris und emigriere später in die USA. "M - Eine Stadt sucht eine Mörder" wurde von den Nazis nach der Machtübernahme zur Aufführung verboten.

Originaltitel: M - Eine Stadt sucht einen Mörder

Regie: Fritz Lang

Darsteller: Peter Lorre, Inge Landgut, Ellen Widmann, Gustaf Gründgens, Friedrich Gnaß, Fritz Odemar, Paul Kemp, Theo Lingen, Otto Wernicke, Theodor Loos, Ernst Stahl-Nachbaur, Franz Stein, Georg John

Laufzeit: 107 bzw. 117 Minuten
DE-Premiere:
11.05.1931

Metacritic: -

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