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Das Omen - Ein Rückblick auf eine teuflische Kinoreihe


Vor wenigen Wochen startete mit «Das erste Omen» das Prequel zur bekannten Horror-Reihe. Obwohl die Neuauflage an der Kinokasse bislang nicht überzeugen konnte, lohnt sich ein Rückblick auf die Reihe…

 

Nach "Der Exorzist - Bekenntnis" folgte vor wenigen Wochen mit "Das erste Omen" eine weitere Neuauflage einer 1970er Jahre-Horrorreihe. Doch während die Wiederbelebung der Exorzismus-Saga bei den Kritikern durchfiel, erhielt das Prequel zum 1976er-Klassiker Das Omen überraschend gute Rezensionen. Bei www.metacritic.com erreichte der Streifen einen Metascore von 65/100 gegenüber 39/100 von "Der Exorzist - Bekenntnis". Damit erhielt er gar die besseren Stimmen als das Original.

 

Aufs Kinopublikum sprang die Euphorie der Schreiberlinge aber leider nicht über und "Das erste Omen" spielte weltweit bislang gerademal etwas über 50 Mio. $ ein. Bei Produktionskosten von 30 Mio. $ deutlich zu wenig. Eine Fortsetzung wird also einen schweren Stand haben, es sei den "Das erste Omen" legt in der Zweitverwertung noch einen Gang zu.

 

Ein Rückblick auf die Horror-Reihe lohnt sich aber dennoch...

1976: Das Omen

 

Der erste Teil der Reihe hat zweifelsohne zahlreiche ikonische Höhepunkte zu bieten und war ein Prototyp des Horror-Schockers. In der für Horrorfilme äusserst fruchtbaren Zeit der 1970er Jahre bot "Das Omen" überraschende Storywendungen ebenso wie schockierende Filmtode. Jerry Goldsmiths geniale und schauerliche Musik trug ihr übriges zum Gelingen des Streifens bei.

 

Im Original wird einem einflussreichen Diplomaten (Gregory Peck) nach einer Fehlgeburt ein fremdes Kind zur Adoption angeboten. Seine Frau (Lee Remick) soll jedoch nichts davon wissen. Doch der junge Damien wird immer wie verhaltensauffälliger. Schliesslich warnt ein Priester das Diplomaten-Paar vor dem Jungen. Dieser soll der Teufel höchstpersönlich sein...

 

An den Kinokassen schlug "Das Omen" ein wie eine Bombe und brach am ersten Wochenende für die 20th Century Fox Kassenrekorde. Für Regisseur Richard Donner bedeutete der Horror-Schocker den Eintritt in den Olymp der Starregisseure und er drehte später Filme wie "Superman" (1978), "Die Goonies" (1985) und die "Lethal Weapon"-Reihe (1987-1998).

 

1978: Damien - Omen II

 

Im mittelprächtigen zweiten Teil der Horrorreihe verschlägt es den nunmehr 12-jährigen Damien (Jonathan Scott-Taylor) an eine Elite-Uni in England. Dort wird er von geheimen Verbündeten protegiert, die ihm prophezeien, dass er der Antichrist werden wird. Das Sequel geht keine Risiken ein und wiederholte das Plotgerüst seines Vorgängers inklusive des plot twist und den schockierenden Filmtoden. Dennoch ist "Damien - Omen II" ein unterhaltsamer Horrorfilm.

 

Der ursprüngliche Regisseur Mike Hodges wurde nur drei Wochen nach Drehstart durch den routinierten Don Taylor ersetzt. Angeblich war Hodges arbeitsweise zu bedächtig, was den Produzenten des Streifens sauer aufstiess. Dennoch wurden einige Szenen von Hodges für den fertigen Film verwendet, so u.a. die gesamte Eröffnungssequenz in Israel. Mit einem weltweiten Verleiheinspiel von 20,6 Mio. $ spielte er weniger als die Hälfte seines Vorgänger ein (Einspiel: 46,3 Mio. $), war aber aufgrund der Produktionskosten von 6,8 Mio. $ dennoch profitabel.

 

1981: Barbara's Baby - Omen III

 

Während Teil zwei noch unbestreitbare Vorzüge hatte, so sind diese im dritten und abschliessenden Teil primär auf Hauptdarsteller Sam Neill reduziert. Dieser weiss mit seinem charismatischen Spiel mehr als zu überzeugen und ist denn auch der einzige Lichtblick im ansonsten ziemlich dürftigen dritten Aufguss. Empfohlen wurde Neill übrigens von Schauspiellegende James Mason, der sich bei den Produzenten für ihn einsetzte.

 

An den Kinokassen ging die Rechnung erneut auf und auch "Barbara's Baby - Omen III" konnte dank seiner geringen Produktionskosten von 6 Mio. $ trotz den schlechtesten Einnahmen der Reihe (US-Box-Office: knapp 21 Mio. $) erneut Gewinne einfahren. Dennoch wurde ein vierter Teil aufgrund des schlechten Abschneidens des zweiten Sequels sowohl bei den Kritikern als auch bei den Fans vorerst auf Eis gelegt.

 

2006: Das Omen

 

Es hätte was werden können: Mit den Schauspielern Liev Schreiber als Robert Thorn und Julila Stiles als seine Frau Katherine war immerhin genug schauspielerisches Talent am Start. Doch John Moores gutgemeintes Remake kann dem Original weder neue Facetten hizufügen, noch das Wasser reichen. Dies kann u.a. an dem enormen Zeitdruck gelegen haben: Die Produzenten wollten das Remake des Horroklassiker unbedingt am 06.06.2006 in die Kinos bringen - als Hommage an die Zahl 666.

 

Immerhin hat der Original-Damien, Harvey Stephens, in dem 25 Mio. $ teuren Streifen einen kurzen Gastauftritt. Er spielt einen Boulevardreporter, der Robert Thorn fragt, ob das verstorbene Kindermädchen unter Drogen stand. An der Kinokasse konnte "Das Omen" trotz schlechter Kritiken überzeugen und spielte weltweit 120 Mio. $ ein. Ein weiterer Teil kam dennoch nie zustande.


"Das Omen" - Das Kinokassen-Ranking


Die Auflistung der Filme erfolgt anhand des inflationsbereinigten US-Box-Office (inkl. Kanada). In Klammern ist das Original-Box-Office aufgeführt. Wenn immer möglich und falls bekannt wird nur das Ergebnis der Erstaufführung berücksichtigt. Handelt es sich bei dem Original-Box-Office um eine Schätzung so ist dies mit einem Stern (*) nach dem Einspielergebnis vermerkt. Hintergründe zur Berechnung des inflationsbereinigten Box-Office finden Sie hier.

 


"Das Omen" - Das Kritiker-Ranking


Die Auflistung der Filme erfolgt anhand des Metascore von www.metacritic.com. Die Skala geht dabei von 1-100 und je höher der Wert, desto besser viel das Urteil der Kritiker aus. Ab einem Wert von 61 hatte der Streifen überwiegend positive Kritiken. Filme mit einem Wert von 81 und mehr erhalten das Gütesiegel "MUST-SEE" und gelten als besonders sehenswert. 

 


"Das Omen" - Das Publikum-Ranking


Die Auflistung der Filme erfolgt anhand der IMDb-Wertung. Die IMDb (Internet Movie Database) ist die grösste Filmdatenbank im Internet und häufig erste Anlaufstelle für Filmfans auf der ganzen Welt. Deren registrierte Nutzer vergeben jeweils Wertungen zwischen 1,0 und 10,0. Die Bewertungen erfolgen von Nutzern aus der ganzen Welt und geben so ein interessantes Bild darüber ab, wie gut ein Film beim Publikum ankommt.

 


Quellen:

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