· 

Es lebe das Desaster! - Die 20 erfolgreichsten Katastrophenfilme seit 1970


"Twisters" hat diesen Sommer die Kinokassen zum Klingeln gebracht. Es ist aber nicht das erste Mal in der Geschichte Hollywoods, in denen Desaster-Filme - auf deutsch schlicht Katastrophenfilme genannt - für Dollarregen sorgten. Die 1970er und 1990er Jahre waren geradezu besessen von grossen Zerstörungen. Zeit für einen Rückblick auf die grössten Katastrophenfilm-Hits seit 1970...

Wie so oft bei einem Ranking anhand eines Genres, fangen die Probleme bereits bei der Zuordnung eines Films an. Ich habe es mir bei dieser Liste deshalb so einfach wie möglich gemacht und mich an die Definition gemäss Wikipedia gehalten. Diese lautet:

 

"Der Katastrophenfilm bezeichnet ein Filmgenre, bei dem ein allumfassendes Unglück die Rahmenhandlung darstellt. Häufig verwendete Szenarien sind Erdbeben, Überschwemmungen, Vulkanausbrüche, Großbrände, Bedrohungen durch Meteoriten, Stürme, Flugzeugabstürze oder Schiffshavarien, im Zuge derer sich ein einzelner Mensch oder eine Gruppe beweisen muss." - https://de.wikipedia.org/wiki/Katastrophenfilm

 

Somit schliesst diese Definiton und Beschreibung des Katastrophenfilms von vornherein Monster und Aliens aus. In der Hitliste hat es folglich keinen Platz für King Kong, Godzilla und ausserirdische Invasoren. Obwohl diese Filme eigentlich Zerstörungsorgien allererster Güte bieten, können sie aufgrund der Definition dennoch nicht berücksichtigt werden.

 

Die Auflistung der Filme erfolgt anhand des inflationsbereinigten weltweiten Box-Office in US-$. Wenn immer möglich und falls bekannt wird nur das Ergebnis der Erstaufführung berücksichtigt. Handelt es sich bei dem originalen Box-Office um eine Schätzung so ist dies mit einem Stern (*) nach dem Einspielergebnis vermerkt.

1. Titanic (1997) - 5,44 Mrd. $

 

Box-Office original: 1,84 Mrd. $

Budget: 200 Mio. $

Metacritic: 75/100

 

Wie könnte es auch anders sein: Die berühmteste Katastrophe des 20. Jahrhunderts platziert sich mit weitem Abstand an der Spitze dieser Hitliste. Dabei ist James Camerons 194-Minuten-Epos über den 1912 auf ihrer Jungfernfahrt gesunkenen Ozeandampfer aber nicht nur der erfolgreichste Katastrophenfilm, sondern auch einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. In zahlreichen Ländern führt er die Hitlisten an - so u.a. in Deutschland (18,81 Millionen Besucher), der Schweiz (1,94 Millionen), Frankreich (20,63 Millionen), Dänemark (1,42 Millionen) und Schweden (2,23 Millionen). Dabei weiss Camerons Streifen trotz seiner eher simplen und klischeehaften Liebesgeschichte mehr als zu überzeugen und ist auch heute noch beeindruckendes Event-Kino allererster Güte.

 

2. Flammendes Inferno (1974) - 1,79 Mrd. $

 

Box-Office original: 203 Mio. $

Budget: 14 Mio. $

Metacritic: 69/100

 

In einem Hochhaus in San Francisco bricht ein Feuer aus und die Partygäste (u.a. Paul Newman, Richard Chamberlain, William Holden, Faye Dunaway, Fred Astaire und Robert Wagner) müssen um ihr Überleben kämpfen. Am Boden versuchen die Rettungskräfte unter der Führung von Hollywood-Draufgänger Steve McQueen verzweifelt, das Leben der Gäste zu retten. Die ebenso simple wie effektive Handlung bedeutete damals einen solch hohen Produktionsaufwand, dass sich die Filmstudios 20th Century Fox und Warner Bros kurzerhand zusammenschlossen. Nur so war es möglich, die Gehälter der zahlreichen Stars sowie die aufwändigen Spezialeffekte zu stemmen. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen und zählt heute zur Quintessenz des Katastrophenfilms.

 

3. Armageddon - Das jüngste Gericht (1998) - 1,58 Mrd. $

 

Box-Office original: 554 Mio. $

Budget: 140 Mio. $

Metacritic: 42/100

 

Wenn Michael Bay die Finger im Spiel hat, ist nicht hochstehendes Kino zu erwarten. Aber krachen lassen kann ers wie kein anderer. Diesmal lässt er aber nicht die "Transformers" auf das Kinopublikum los, sondern schickt einen Asteroiden auf Kollisionskurs mit der Erde. Um den Crash zu verhindern rekrutiert die NASA Ölbohrer (u.a. Bruce Willis, Ben Affleck, Will Patton, Steve Buscemi und Michael Clarke Duncan), welche auf dem Geröllhaufen landen und diesen sprengen sollen. Die mehr als hanebüchene Story sorgte bei den Kritikern verständlicherweise für Kopfschütteln, das Kinopublikum kam dennoch in Scharen und der Streifen wurde sogar für vier Oscars nominiert (Ton, Tonschnitt, Spezialeffekte, Titelsong "I Don't Want to Miss a Thing").

 

4. Twister (1996) - 1,51 Mrd. $

 

Box-Office original: 495 Mio. $

Budget: 92 Mio. $

Metacritic: 68/100

 

In Jan de Bonts (Speed) zweiter Regiearbeit gehen Bill Paxton und Helen Hunt als Sturmwissenschaftler auf Tornadojagd. Dabei begebenen sie sich in Teufels Küche um ein revolutionäres Frühwarnsystem zu testen. Inhaltlich und dramaturgisch hat "Twister" selbstverständlich nicht viel zu bieten, aber die Spezialeffekte und Actionszenen sind noch heute beeindruckend. Der Riesenerfolg von "Twister" an den Kinokassen sorgte in den 1990er Jahren für ein kurzes Revival des Disaster-Movies. In den Kinos sorgte "Twister" bei den Theaterbesitzern dennoch für Unmut, denn der sehr laute und basslastige Ton des Films brachte die Surround-Lautsprecher des Öfteren an ihre Grenzen. Eine Oscarnominierung in dieser Kategorie sowie für die visuellen Effekte gabs aber dennoch.

 

5. Airport (1970) - 1,42 Mrd. $

 

Box-Office original: 128 Mio. $

Budget: 10,2 Mio $

Metacritic: 42/100

 

Dean Martin und Jaqueline Bissett müssen an Bord eines Linienflugzeugs als Pilot und Stewardess um ihr Leben bangen, als eine Bombe ein Loch in den Rumpf reisst. Am Boden versuchen derweil die Hollywood-Haudegen Burt Lancaster und George Kennedy die Maschine sicher runter zu bringen. Trotz einiger Längen bietet der auf einem Roman von Arthur Hailey basierende Streifen solide Unterhaltung und der gigantische Erfolg von "Airport" löste die Katastrophenfilmwelle der 1970er Jahre aus. Bis 1979 folgten insgesamt drei Fortsetzungen - "Giganten am Himmel" (1975), "Verschollen im Bermuda-Dreieck" (1977) und "Airport '79 - Die Concorde" (1979). Bei den Oscarfeierlichkeiten wurde "Airport" für insgesamt zehn Awards nominiert (u.a. auch als Bester Film), gewann aber nur in der Kategorie Beste Nebendarstellerin (Helen Hayes).

 

6. Erdbeben (1974) - 1,40 Mrd. $

 

Box-Office original: 167 Mio. $

Budget: 6,67 Mio. $

Metacritic: 56/100

 

Als ein Erdbeben ungeahnten Ausmasses San Francisco heimsucht müssen zahlreiche Menschen um ihr Überleben kämpfen. Unter ihnen befinden sich u.a. Charlton Heston als ehemaliger Footballstar, Ava Gardner als seine Ehefrau und George Kennedy als Polizist. Die Figuren könnten formel- und klischeehafter nicht sein und auch sonst kann der Streifen nur in punkto Akkustik und Spezialeffekte überzeugen. In diesen Kategorien wurde er dann auch verdientermassen mit dem Oscar belohnt. "Erdbeben" kam damals im neuartigen Sensourround-System in die Kinos. Dieses liess die Vorführsäle wortwörtlich erzittern und sorgte so beim Publikum für den Extra-Kick.

 

7. 2012 (2009) - 1,24 Mrd. $

 

Box-Office original: 791 Mio. $

Budget: 200 Mio. $

Metacritic: 49/100

 

"Independence Day"-Schöpfer Roland Emmerich treibt in "2012" die Katastrophenfilm-Formel auf die Spitze und lässt eine Zerstörungswelle ungeahnten Ausmasses aufs Kinopublikum los. Erdbeben, Vulkanausbrüche und Sturmfluten sind nur einige der Naturkatstrophen, die der gebürtige Deutsche auf der grossen Leinwand entfesselt. Es ist also wenig verwunderlich, dass die Protagonisten und die Handlung unisono zu Statisten degradiert werden. Entsprechend lauwarm vielen auch die Kritiken aus, was dem Erfolg von "2012" in keinsterweise schadete. Emmerich sollte später mit "Moonfall" (2022) noch einen weiteren Katastrophfenfilm drehen. Dieser floppte jedoch an den Kinokassen.

 

8. Die Höllenfahrt der Poseidon (1972) - 1,23 Mrd. $

 

Box-Office original: 125 Mio. $

Budget: 4,7 Mio. $

Metacritic: 70/100

 

Ein Luxusdampfer wird im Atlantik von einer Riesenwelle erfasst und treibt kieloben auf dem Ozean. Die überlebenden Passagiere versuchen durch das Schiff an die Oberfläche zu gelangen. "Die Höllenfahrt der Poseidon" bietet nicht nur spektakuläres und fesselndes Katastrophenkino sondern nebenbei auch gutes Schauspielkino. Dafür sind vor allem Gene Hackman als Pfarrer, Ernest Borgnine als Polizist sowie Shelley Winters als ehemalige Schwimmerin verantwortlich. Bei den Oscarfeierlichkeiten wurde der Streifen für insgesamt acht Trophäen nominiert und gewann schliesslich in der Kategorie Bester Original-Song ("The Morning After"). Zusätzlich wurden die Spezialeffekte mit dem Special Achievement Award ausgezeichnet. Aufgrund des Riesenerfolgs an den Kinokassen kam 1979 eine Fortsetzung unter dem Titel "Jagd auf die Poseidon" in die Kinos. Ein Remake folgte 2006 unter der Regie von Wolfgang Petersen ("Das Boot", "Die unendliche Geschichte").

 

9. The Day After Tomorrow (2004) - 1,10 Mrd. $

 

Box-Office original: 544 Mio. $

Budget: 125 Mio. $

Metacritic: 47/100

 

Nach der Alieninvasion in "Indpendence Day" und der Riesenechse Godzilla liess Roland Emmerich endlich mal eine natürliche Katastrophe die Menschheit heimsuchen. Diesmal ist das Leben auf Erden durch eine abprubt und rasant eintretende Eiszeit bedroht. Zuvor gibt es aber noch Stürme, Hagel und Flutwellen. In dem ganzen Chaos macht sich Dennis Quaid als Klimaforscher von Washington D.C. nach New York City auf, um seinen Sohn (Jake Gyllenhaal) zu retten. An den Spezialeffekten arbeiteten über neun Firmen, so u.a. George Lucas ILM und James Camerons Digital Domain. Insgesamt entstanden in über einem Jahr über 416 Effekt-Einstellungen, an denen rund 1'000 Künstler arbeiteten.

 

10. Apollo 13 (1995) - 1,07 Mrd. $

 

Box-Office original: 336 Mio. $

Budget: 52 Mio. $

Metacritic: 78/100

 

In diesem herausragenden und auf wahren Begebenheiten basierenden Streifen geraten die NASA-Astronauten James Lovell (Tom Hanks), John Swigert (Kevin Bacon) und Fred Haise (Bill Paxton) während einer Apollo-Mission in Lebensgefahr. Als der Sauerstofftank explodiert muss die geplante Mondlandung abgebrochen und die drei Astronauten heil zur Erde zurückgebracht werden. Die Szenen der Schwerelosigkeit entstanden mit Hilfe von Parabelflügen. Bei den Manövern wurde es zahlreichen Crewmitgliedern übel, weshalb das dafür benutzte Flugzeug auch den Namen "Kotzbomber" erhielt. Von den Kritikern wurde "Apollo 13" euphorisch gefeiert und gewann bei neun Nominierungen immerhin zwei Oscars (Ton, Schnitt).

 

11. Gravity (2013) - 1,02 Mrd. $

 

Box-Office original: 716 Mio. $

Budget: 80-130 Mio. $

Metacritic: 96/100

 

Während Reparaturarbeiten am Weltraumteleskop Hubble, wird das Space Shuttle der Astronauten zerstört. Für die beiden überlebenden Dr. Ryan Stone (Sandra Bullock) und Matt Kowalski (George Clooney) beginnt ein verzweifelter Kampf gegen die Zeit und sie müssen versuchen, die nächstgelegene Weltraumstation zu erreichen. Mit "Gravity" gelang dem Mexikaner Alfonso Cuarón ein enorm fesselndes und visuell atemberaubendes Weltraum-Survival-Drama mit einer stark aufspielenden Sandra Bullock. Die Oscarjury belohnte den Streifen mit sieben Trophäen, u.a. für Regisseur Cuarón, die Kamera und die visuellen Effekte.

 

12. Deep Impact (1998) - 999 Mio. $

 

Box-Office original: 350 Mio. $

Budget: 80 Mio. $

Metacritic: 40/100

 

Als sich ein Komet auf Kollisionskurs mit der Erde befindet beginnt eine dramatische Rettungsaktion, an der sich mehrere Nationen beteiligen. Doch diese steht von Anfang an unter keinem guten Stern und die Bewohner der Erde rüsten sich für den Ernstfall. Während die Konkurrenzproduktion "Armageddon - Das jüngste Gericht" sich vollumfänglich dem Bombast hingab, versuchte "Deep Impact" leisere Töne anzuschlagen. Dieser gut gemeinte Versuch will aber nicht so recht fruchten und der Streifen erweist sich häufig als zu langatmig und geschwätzig.

 

13. Airport '75 - Giganten am Himmel (1974) - 862 Mio. $

 

Box-Office original: 103 Mio. $

Budget: 3 Mio. $

Metacritic: 50/100

 

Als eine Boeing 747 mit einem Privatflugzeug kollidiert wird ein Loch in den Rumpf gerissen. Am Boden beginnt eine verzweifelte Rettungsaktion. Zur Rettungstruppe zählen u.a. Charlton Heston als Pilot und George Kennedy als ehemaliger Mechaniker. Das ganze ist solide Katastrophenfilmunterhaltung ohne grosse Höhepunkte und war mit einem Budget von 3 Mio. $ gar überraschend preiswert für damalige Verhältnisse. Teuer zu Buche schlug jedoch die Miete einer echten Boeing 747 der American Airlines, welche pro Tag rund 30'000 $ betrug.

 

14. Der Sturm (2000) - 800 Mio. $

 

Box-Office original: 329 Mio. $

Budget: 120-140 Mio. $

Metacritic: 59/100

 

George Clooney und Mark Wahlberg machen sich als Fischer auf den weiten Ozean auf um dort Schwertfische zu jagen. Doch zur selben Zeit braut sich über dem Atlantik ein Jahrhundertsturm auf. Wolfgang Petersen gelang mit "Der Sturm" unpretentiöses, aber nichstdestotrotz spektakuläres Katastrophenfilm-Kino, welches auf wahren Begebenheiten beruht. Im Oktober 1991 suchte ein gewaltiger Sturm die Küste von Gloucester auf und forderte zahlreiche Opfer, u.a. auch die Besatzung des Fischerboots Andrea Gail.

 

15. Das China-Syndrom (2014) - 689 Mio. $*

 

Box-Office original: 105 Mio. $*

Budget: 5,9 Mio. $

Metacritic: 81/100

 

Fernab von jeglichem Bombast schildert James Bridges in seinem packenden Thriller die Beinahe-Katastrophe in einem Kernkraftwerk. Dabei werden Jane Fonda als Reporterin und Michael Douglas als deren Kameramann Zeuge eines gefährlichen Zwischenfalls in einem Reakterwerk im Mittleren Westen der USA. Dieser soll jedoch vertuscht werden, was aber Jack Lemmon als Ingenieur des Werks verhindern will. Der Streifen wurde bei seinem Erscheinen von der Realtität überholt und erhielt so enormen Aufwind an den Kinokassen. Zwölf Tage nach US-Kinostart kam es nämlich am 28. März 1979 zu einem schweren Reaktorunfall im Kernkraftwerk Three Mile Island. Dieser hatte verblüffende Ähnlichkeit mit dem im Film geschilderten fiktiven Zwischenfall.

 

16. Verschollen im Bermuda-Dreieck (1977) - 686 Mio. $

 

Box-Office original: 91 Mio. $

Budget: 6 Mio. $

Metacritic: 36/100

 

Auch der dritte Teil der "Airport"-Reihe versammelt eine illustre Schar an Superstars und wartet u.a. mit Jack Lemmon, James Stewart, Christopher Lee, Olivia de Havilland und Lee Grant auf. Diese müssen eingeschlossen im Rumpf einer abgestürzten Boeing 747 auf dem Meeresgrund um ihr Überleben bangen, während an der Oberfläche die Rettungsaktion anläuft. Wie bereits in den Vorgängerfilmen "Airport" und "Airport '75 - Giganten am Himmel" ist auch in diesem Streifen George Kennedy als Cheftechniker Joe Patroni zu sehen. Um sich bestmöglich auf seine Rolle als Flugkapitän vorzubereiten absolvierte Hauptdarsteller Jack Lemmon (Manche mögen's heiss, 1959) sowohl einen Tauch- als auch ein Flugtrainingskurs. Später bereute er aber seine Mitwirkung an dem Streifen.

 

17. San Andreas (2015) - 644 Mio. $

 

Box-Office original: 475 Mio. $

Budget: 110 Mio. $

Metacritic: 43/100

IMDb: 6,1/10

 

Der Kanadier Brad Peyton hat seine Hausaufgaben gemacht und liefert mit "San Andreas" ein lupenreines Disaster-Movie im klassischen 1970er Jahre-Stil ab. Wie es der Titel bereits andeutet geht es im weltberühmten kalifornischen San Andreas-Graben so richtig zur Sache und ein gewaltiges Erdbeben löst eine beispiellose Flutwelle aus, welche halb San Francisco unter Wasser setzt. Durch das ganze Szenario tummeln sich ziemlich unbeholfen Muskelberg Dwayne "The Rock" Johnson als Rettungsflieger, Carla Gugino als dessen Ex-Frau sowie Paul Giamatti als Seismologe. Aufgrund des damaligen verheerenden Erbebens in Nepal im April 2015 wurde die Marketing-Kampagne für "San Andreas" angepasst und u.a. Informationen zur Unterstützung von Hilfsaktionen sowie der Prävention von Naturkatastrophen veröffentlicht.

 

18. Outbreak - Lautlose Killer (1995) - 606 Mio. $

 

Box-Office original: 190 Mio. $

Budget: 50 Mio. $

Metacritic: 64/100

 

Seit COVID-19 weiss jeder Mensch, wie eine Pandemie funktioniert. Dieser Streifen nahm das Szenario mit viel Hollywood-Dramaturgie vorweg und weiss trotz einiger Schwächen zu überzeugen. Dies ist insbesondere auch Wolfgang Petersens souveräner Regiehand sowie dem tollen Cast (u.a. Dustin Hoffman, Rene Russo und Kevin Spacey) zu verdanken. Für die männliche Hauptrolle waren u.a. Harrison Ford, Sylvester Stallone und Mel Gibson im Gespräch. Im März 2020 gewann "Outbreak - Lautlose Killer" aufgrund der grassierenden Corona-Pandemie neu an Popularität und stürmte in diesem Monat die Top Ten der Netflix-Charts.

 

19. Dante's Peak (1996) - 526 Mio. $

 

Box-Office original: 178 Mio. $

Budget: 116 Mio. $

Metacritic: 43/100

 

James Bond vs. The Volcano: Ex-007 Pierce Brosnan ("James Bond 007 - Goldeneye") spielt in diesem soliden, aber wenig überraschenden Streifen einen Vulkanologen, den es in das verschlaffene Kaff Dante's Peak verschlägt. Dort versucht er die Bevölkerung vor dem Ausbruch des hiesigen Vulkans zu warnen. Doch es kommt wie es kommen muss und die Hillbillies ignorieren seinen Rat. Für die überaus soliden Spezialeffekte zeichnete James Camerons damals neu geschaffene Trickschmiede Digital Domain verantwortlich. "Dante's Peak" ist den 57 Opfern, die im Rahmen des Vulkanausbruchs des Mount St. Helens am 18. Mai 1980 ihr Leben lassen mussten, gewidmet.  

 

20. Daylight (1996) - 494 Mio. $

 

Box-Office original: 159 Mio. $

Budget: 80 Mio. $

Metacritic: 32/100

 

Er kann nicht nur Boxen und Ballern: Sylvester Stallone gibt sich redlich Mühe als Held wider Willen und spielt in diesem mittelprächtigen Streifen einen Taxifahrer, der nach dem Einsturz eines Verkehrstunnel versucht, die Menschen zu retten. "Daylight" ist aber vollgestopft mit Katastrophenfilm-Klischees und auch die Charaktere sind eindimensional wie eine gerade Linie. Stallone sagte für den Film vor allem deshalb zu, weil er seine Klaustrophobie überwinden wollte. Zuvor therapierte er mit seiner Rolle in "Cliffhanger" (1993) bereits seine Höhenangst.

 


Quellen:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0