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Die weisse Rose (1982, DE)


Michael Verhoeven gelang mit "Die weisse Rose" ein subtiles und äusserst packendes Drama, welches seine Intensität vor allem durch den unprätentiösen und beinahe dokumentarischen Stil bezieht. Die unverklärte und nüchterne Erzählweise wird zudem durch herausragende Schauspielleistungen getragen, welche dem ganzen Schrecken ein zutiefst menschliches Gesicht verleihen.

Story

Mai, 1942: Der Film erzählt die wahre Geschichte der Geschwister Sophie und Hans Scholl (Lena Stolze, Wulf Kessler). Die beiden Studenten traten zur Zeit des Naziregimes der studentischen Widerstandbewegung Weisse Rose bei, welche u.a. an der Universität München mit Hilfe von Flugblättern zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus aufriefen. Doch die Gruppe wurde schliesslich enttarnt und von den Nazis hingerichtet.

 

Hintergrund

Hauptdarstellerin Lena Stolze, geborene Ost-Berlinerin, liess sich zur Vorbereitung auf ihre Rolle von ihrer Freundin Amelie Fried im schwäbischen Dialekt unterrichten. Fried wuchs in Ulm auch und sprach mit demselben Dialekt wie Sophie Scholl. Für Oliver Siebert, der im Film die Rolle des Alexander Schmorell übernahm, war es die einzige Rolle als Schauspieler. Er studierte Rechtswissenschaft und Islamkunde und wurde später Rechtsreferendar im Landgerichtsbezirk Mainz.

 

Michael Verhoevens Film wurde von den Kritikern wohlwollend aufgenommen und insbesondere die unverklärte und nüchterne Erzählung der Geschichte stiess auf viel Gegenliebe. An den Kinokassen war "Die weisse Rose" ebenfalls sehr erfolgreich und lockte über 949'000 Besucher in die bundesdeutschen Kinos.

 

Hauptdarstellerin Lena Stolze spielte Sophie Scholl schliesslich auch im gleichen Jahr erschienenen "Fünf letzte Tage". Dieser schilderte die letzten Tage Sophie Scholls aus Sicht ihrer Mitgefangenen Else Gebel.

Originaltitel: Die weisse Rose

Regie: Michael Verhoeven

Darsteller: Lena Stolze, Wulf Kessler, Werner Stocker, Oliver Siebert, Ulrich Tukur, Martin Benrath, Anja Kruse, Ulf-Jürgen Wagner, Hans-Jürgen Schatz, Jörg Hube, Axel Scholtz, Mechthild Reinders, Susanne Seuffert

Laufzeit: 123 Minuten

Kinostart DE: 24.09.1982

Besucher DE: 949'053

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