
"Copykill" bedient sich unverblümt an den Versatzstücken des Psychothriller-Genres ohne jedoch je in die Sphären von Klassikern wie Das Schweigen der Lämmer (1991) oder Sieben (1995) vorzudringen. Dies liegt in erster Linie an dem zu arg konstruierten Drehbuch und dessen Charakteren. Diese Mängel werden jedoch durch die starken Darstellerleistungen von Sigourney Weaver und Holly Hunter sowie die doch beträchtliche Spannung wieder einigermassen ausgeglichen.
Kriminalpsychologin Helen Hudson (Sigourney Weaver) kennt sich beruflich mit Serienkillern aus. Als sie jedoch persönlich fast von einem getötet wird, zieht sie sich von Problemen geplagt in die vier Wände ihres Luxusapartements zurück. Der Computer und ihr homosexueller Freund Andy (John Rothman) sind ihre einzige Verbindung zur Aussenwelt. Als jedoch ein mysteriöser Killer sein Unwesen treibt und die blutigen Morde berühmter Serientäter nachstellt, wird Helen von der Polizeiinspektorin M.J. Monahan (Holly Hunter) um Hilfe gebeten...
Etliche Jahre nach dem Erscheinen von "Copykill" erklärte Hauptdarstellerin Sigourney Weaver, dass sie auf den Streifen besonders stolz sei. Sie habe damals hart daran gearbeitet, die Denkweise einer Agoraphobikerin glaubhaft darzustellen. Sie bedaure, dass der Film damals in der Massenware der Psychothriller untergangen sei und heute nicht in besserer Erinnerung geblieben ist. Während "Copykill" bei seiner Erstaufführung insgesamt mit gemischten Kritiken bedacht wurde, erhielt Weaver immerhin durchgehend Lob seitens der Schreiberlinge.
Originaltitel: Copycat
Regie: Jon Amiel
Darsteller: Sigourney Weaver, Holly Hunter, Dermot Mulroney, William McNamara, Harry Connick Jr., Will Patton, John Rothman
Laufzeit: 123 Minuten
Metacritic: 54/100
Budget: 27 Mio. $
Box-Office: 79 Mio. $ (weltweit); 32 Mio. $ (USA/Kanada)
Kinostart CH: 29.03.1996
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