Die Verleiheinnahmen entsprechen dem Anteil der Kinokasse, welcher an den Verleiher ausbezahlt wird. Es ist sozusagen der "Bruttogewinn" des Filmstudios.
Im statistischen Durchschnitt betragen die Verleiheinnahmen 48%, also rund die Hälfte der Kinokasseneinnahmen. Der Anteil variiert aber von Film zu Film und kann effektiv zwischen 40 und 65 Prozent liegen. Bei Blockbustern ist der Anteil der Verleiher an den Kinokasseneinnahmen meist deutlich über 50%.
Bis ca. in die 1940er Jahre betrugen die Verleiheinnahmen im statistischen Durchschnitt meist weniger als 45% der Kinokasseneinnahmen. Für erfolgsversprechende Filme lag der Anteil jedoch meist höher.
Die Verleiheinnahmen wurden für den amerikanischen Filmmarkt seit Ende der 1940er Jahre bis ca. Mitte der 1990er Jahre von der Filmzeitschrift Variety regelmässig publiziert und zählen somit zu den umfangreichsten und am besten dokumentiertesten Zahlen. Zahlenmaterial liegt hier also in Hülle und Fülle vor.
Die Verleheinnahmen sind in Bezug auf die Profitabilität eines Films aussagekräftiger als die Box-Office-Einnahmen. Seit den 1990er Jahren werden sie aber nicht mehr veröffentlicht, da der Fokus mittlerweile auf den Kinokasseneinnahmen - dem Box-Office - liegt.