Um den Erfolg von Filmen über mehrere Dekaden hinweg möglichst objektiv vergleichen zu können muss der Inflation Rechnung getragen werden. Deswegen werden die Zahlen auf dieser Seite in der Regel um die Inflation bereinigt - dies sowohl für die US-Box-Office-Einnhmen als auch für die weltweiten.
Die Zahlen dienen selbstverständlich nur als grobe Orientierung und erheben keinen Anspruch auf absolute Korrektheit. Inflationsbereinigte Listen sind immer mit Makeln behaftet und sind auch keine exakte Wissenschaft. Dennoch bieten sie die Gelegenheit, den Erfolg von Filmen aus der Vergangenheit mit heutigen zu vergleichen. Ausserdem sind sie einer nicht bereinigten Liste in jedem Fall vorzuziehen.
Die inflationsbereinigten US-Box-Office-Zahlen auf dieser Seite werden ähnlich wie bei www.boxofficemojo.com oder anderen themenverwandten Seiten berechnet.
Diese berechnen das inflationsbereinigte Box-Office indem sie die Kinokasseneinnahmen eines Filmes durch den damaligen durchschnittlichen Kinoticketpreis dividieren. Die Zahl ergibt dann eine fiktive bzw. potenzielle Besucherzahl, welche Sie mit dem heutigen durchschnittlichen Kinoticketpreis multiplizieren.
Die Zahlen auf dieser Seite werden praktisch gleich berechnet, aber mit zwei wesentlichen Unterschieden:
Der erste Punkt ergibt sich aus der Tatsache, dass Die Mehrzahl der Kinobesuche in den Grossstädten und an den Wochenenden und Abenden getätigt werden. Zu diesen Zeiten sind die Kinoticketpreise generell höher, was wiederum den Rückschluss zulässt, dass sich eine überwiegende Mehrzahl der verkauften Kinotickets im oberen Preissegment befinden dürften. Somit fallen auch die errechneten Besucherzahlen wesentlich geringer und damit "realistischer" aus, als wenn der Durchschnittspreis genommen werden würde.
Der zweite entscheidende Punkt - das Bevölkerungswachstum - ist ein besonders kritischer Faktor. Wenn nur die reinen Besucherzahlen hochgerechnet werden, werden die älteren Filme wiederum benachteiligt, was nicht korrekt ist.
Deshalb wird die errechnete Besucherzahl ins Verhältnis zur damaligen Bevölkerung gesetzt. Dieser Prozentsatz wiederum wird mit der aktuellen Bevölkerungszahl ins Verhältnis gesetzt womit sich eine aktuelle und bereinigte Besucherzahl ergibt. Diese wird dann mit dem aktuellen massgebenden Kinoticketpreis multipliziert und ergibt schliesslich das inflationsbereinigte Box-Office.
Wichtig ist zu beachten, dass die US-Box-Office-Zahlen jeweils immer auch die Einspielergebnisse Kanadas enthalten. Dies ist historisch begründet und wurde von Hollywood schon immer so gehandhabt. Auch in früheren Zeiten, als nur die Verleiheinnahmen veröffentlicht wurden, enthielten die Zahlen in der Regel immer auch die Einnahmen des kanadischen Filmmarktes.
Im Gegensatz zu den US-Box-Office-Einnahmen macht es keinen Sinn, die weltweiten Einnahmen anhand der angepassten durchschnittlichen Kinoticketpreise zu berechnen. Die Berechnung erfolgt stattdessen immer im Verhältnis zum US-Box-Office. Die Grundlage ist also das Verhältnis des US-Box-Office zum weltweiten Box-Office.
Wenn ein Film in den USA z.B. 100 Mio. $ einspielt und weltweit 300 Mio. $ so hat der Streifen weltweit 3-mal soviel wie in den USA eingebracht. Dieser Faktor wir dann mit dem inflationsbereinigten US-Box-Office multipliziert und ergibt das inflationsbereinigte weltweite Box-Office.
Selbstverständlich lässt diese Berechnung zu wünschen übrig und ist mit Vorsicht zu geniessen. So werden z.B. Bevölkerungwachstum, Währungsschwankungen oder Erschliesslung neuer Filmmärkte nicht berücksichtigt. Neuere Filme, welche z.B. in China in den Kinos liefen, haben deshalb einen entscheidenden Vorteil.
Dennoch ist die Methode die beste Möglichkeit eines Vergleichs über mehrere Dekaden hinweg und berücksichtigt auch den internationalen Appeal eines Filmes. Eine Fokussierung nur auf den US-Markt wäre verzerrt und vernachlässigt auch die Tatsache, dass Hollywood schon immer global agierte.
Mit dem Wissen um die Mängel der Berechnungsmethode können die Zahlen also besser eingeschätzt werden und bieten eine hilfreiche Orientierung und eine Annäherung an einigermassen "realistische" Werte. Denn eine einfache Umrechnung der Geldwerte ist mit Sicherheit die schlechteste Option.