Ungefähr gleichzeitig mit der Entwicklung der Kinetographie, entwickelte der Unternehmer und Fabrikant George Eastman (1854 - 1932) flexible, auf Papier basierende Filmstreifen. Eastmans Ziel war es, den Film für möglichst jeden zugänglich zu machen. 1884 meldete Eastman schliesslich den Rollfilm auf Papierbasis zum Patent an. Im Sommer 1888 erschien schliesslich die erste Filmkamera, die den Namen Kodak Nr. 1 trug. Eastman liess Kodak schliesslich am 4. September als Handelsmarke registrieren und patentierte noch im selben Jahr die Rollfilm-Kamera. Laurie Dickinson benutze schliesslich im November 1890 Eastmans Rollfilm, um den ersten und gerademal 5 Sekunden langen Film Monkeyshines zu drehen. Edison erkannte schliesslich das ungeheure Potential, welches in den bewegten Bildern steckte, war sich jedoch auch bewusst, dass die Bilder noch nicht gut genug für eine grosse Leinwand waren. Also trieb er vorerst die kommerzielle Nutzung und Verwertung des Kinetoskops voran. Im April 1894 wurde dann schliesslich der erste Kinetoskop-Salon in New York City eröffnet. Dieser beinhaltete 10 Maschinen, welche auf dem neusten Stand der Technik waren und wurde ein riesiger Erfolg. Alsbald schossen Kinetoskop-Salons wie Pilze aus dem Boden und verbreiteten sich über das ganze Land. Als jedoch neue Projektionsverfahren entwickelt wurden, welche die Möglichkeit boten, einen Film als Gruppe zu schauen, verschwanden die Kinetoskop-Salons jedoch gänzlich. Heute sind sie nur noch in Museen anzutreffen.
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