Die 1930er Jahre waren eine ideale Zeit um sich im Kino zu fürchten: Blutsaugende Vampire, Mordende Mumien, hungrige Werwölfe - die Leinwände waren voll davon. Der Horrorfilm feierte seine Blütezeit und Dracula, Frankenstein & Co. sorgten regelmässig für Gänsehaut...
Die grosse wirtschaftliche Depression der 1930er Jahre hatte fatale Folgen auf das nationale Selbstverständis der Amerikaner. Das Vertrauen in die Wirtschaftsinstitute sowie die Regierung schwindete. Dieses Klima förderte die Verherrlichung Krimineller und führte im Kino zur Geburt des klassischen Gangsterfilms...
In den 1930er Jahren wurde gesungen und getanzt was das Zeug hält. Kaum ein Genre war so beliebt wie das Musical. Als Kind der Errungenschaften des Tonfilms sorgte das Muscial mit visuellen und
akustischen Reizen für die dringend benötigte Abwechslung im tristen Wirtschaftsklima der 1930er Jahre...
Um die Kinos auszulasten und die Besucher bei Laune zu halten wurden in den 1930er Jahren immer häufiger B-Filme produziert. Kurze Laufzeit, geringes Budget, einfache Geschichten - das war die
DNS des B-Films. Und als Lückenfüller war der B-Film unschlagbar...
Die gesellschaftliche Frivolität der 1920er Jahre hatte unerwartete Auswirkungen auf das Kino der 1930er Jahre. Immer mehr konservativen Vereinigungen stiess die Offenheit im Kino sauer auf und
so kam es zur Schaffung einer Zensurbehörde und zur Einführung des Hays-Code...
Trotz düsterer wirtschaftlicher Zeiten zeigte sich das Kino der 1930er Jahre auch von seiner bunten Seite. Der Farbfilm begann allmählich seinen Siegeszug und verschaffte dem Kinopublikum ein ganz neues Filmerlebnis...
In den 1930er Jahren standen nicht nur Horrorgestalten und Gangster hoch im Kurs sondern auch die Exotik. Das Nonplusultra der Exotik war natürlich der Dschungel, der damals immer noch als fremde Welt galt. Eine ideale Location also für ein Kinopublikum, welches der harten Realität entfliehen wollte...
In der Kürze liegt die Würze: Die 1930er waren die Blütezeit der Serials. Von "Flash Gordon" über "Doktor Fu Manchu" bis hin zu "Dick Tracy" wurde alles serientaugliche verfilmt. Dabei lebten die Serials insbesondere vom Prinzip des offenen Endes oder dramatischer ausgedrückt, dem Cliffhanger...