Durchbruch des Merchandising


Brot und Spiele: Die 1970er Jahre perfektionierten das Film-Merchandising. Was mit James Bond begann, wurde mit "Planet der Affen" und "Krieg der Sterne" konsequent weitergeführt. T-Shirts, Spielfiguren, Brettspiele, Müsli-Packungen und vieles, vieles mehr eroberte den Markt...

Zu Beginn der 1970er Jahre entdeckte Hollywood eine neue und lukrative Einnahmequelle: das Merchandising. Obwohl bereits in den 1960er Jahren mit den kommerziell enorm erfolgreichen James-Bond-Filmen ein erster Schritt in Richtung Merchandising unternommen wurde, war dies eher eine Ausnahmeerscheinung. 

 

Die entscheidende Wende kam erst zu Beginn der 1970er Jahre als sich mit der Fortsetzung von "Planet der Affen" (1968), "Rückkehr zum Plant der Affen" (1970), eine neue Film-Franchise zu etablieren begann. Das "Planet der Affen"-Universum beschränkte sich jedoch nicht nur auf Kinofilme, sondern feierte auch im TV als Real- und Zeichentrickserie Erfolge. Dies alles führte zu einem regelrechten "Planet der Affen"-Boom und alsbald tummelten sich Spielzeugpuppen, Brettspiele, T-Shirts, Comics und vieles mehr auf dem Markt.

 

Das Konzept des Merchandisings erreichte seinen absoluten Durchbruch jedoch erst mit der phänomenal erfolgreichen "Krieg der Sterne"-Trilogie (1977 - 1983). Kurz nach Filmstart des ersten Teils, brachte der Spielzeughersteller Kenner erste Actionfiguren auf den Markt, von denen bis Ende 1978 insgesamt über 40 Millionen Exemplare verkauft wurden. Die Figuren generierten dabei einen Umsatz von 100 Mio. $, was knapp der Hälfte des US-Box-Office von "Krieg der Sterne" (221 Mio. $) entsprach. 

 

Hollywood erkannte die Lukrativität des Merchandising nun endgültig und verankerte das Konzept fest in seinen Grundstrategien. Noch heute wird in der Regel jeder potenzielle Blockbuster bei seiner Erstaufführung von einer Welle von Merchandisingartikeln (Spielzeugfiguren, T-Shirts, Comics, Games, etc.) begleitet.