Das Drama - Himmelhoch jauchzend, zum Tode betrübt


"Das verlorene Wochenende" (1945): Ray Milland, Howard Da Silva
"Das verlorene Wochenende" (1945): Ray Milland, Howard Da Silva

 

"Always Look At The Sad Side Of Life." So ungefähr könnte das Motto des Dramas lauten. Soziale Aussenseiter, zerrüttete Familien, unerwiderte Liebe und vieles traurige mehr definieren dieses Genre. Ein hoher Taschentuchverschleiss ist garantiert...

Das Genre des Drama hat vielseitige Erscheinungsformen. So gibt es u.a. Sozialdramen, psychologische Dramen oder Liebesdramen. Allen gemein ist jedoch, dass menschliche Beziehungen im Mittelpunkt der Handlung stehen und das die Hauptprotagonisten gegen Widerstände menschlicher Natur ankämpfen müssen.

 

So müssen z.B. im Liebesdrama die Hauptprotagonisten meist gegen soziale oder familiäre Schranken ankämpfen (z.B. Titanic, 1997, ...denn sie wissen nicht, was sie tun, 1956). Im psychologischen Drama sind die Widerstände meist in den eigenen Wünschen und Begierden der Hauptfiguren zu finden (z.B. Todsünde, 1945). Hier geht es um unerfüllte Liebe, Eifersucht, Macht und Ohnmacht. Die Protagonisten sind diesen Gefühlen meist ausgeliefert und finden keinen Weg um diese in konstruktive Bahnen zu lenken oder diese in positive umzuwandeln.

 

Kennzeichnend für das Drama ist deshalb auch, dass es primär um menschliche Konflikte geht. Diese Konflikte können dabei innerhalb eines Individuums als psychologische Spannungen stattfinden oder auch in der Stellung des Individuums zur Familie oder Gesellschaft.

 

Es ist also nicht so sehr der Konflikt zwischen Mensch und Natur im Vordergrund - obwohl dies durchaus auch vorkommen kann - sondern vor allem der Konflikt zwischen dem Mensch und familiären oder gesellschaftlichen Vorstellungen.

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