Das Genre des Kriegsfilms thematisiert hauptsächlich die Ereignisse der modernen Kriege (Erster und Zweiter Weltkrieg, Koreakrieg, Vietnam, etc.) und deren physischen und psychischen Auswirkungen auf die Protagonisten.
Ein zentraler Bestandteil diverser Kriegsfilme ist die Erfahrung des Verlust. In zahlreichen Streifen sind zu Beginn der Handlung die Hauptprotagonisten von der Richtigkeit und Legitimität ihrer Sache oder ihrer Nation überzeugt. Der Krieg wird als Notwendigkeit akzeptiert und gar als heldenreiche Tat für das Vaterland angesehen.
Wenn dann allerdings das Grauen des Krieges am eigenen Leib erfahren wird, führt dies unweigerlich zum Wandel und zum endgültigen Verlust der alten Persönlichkeit. Von einstigen Idealen bleiben meist nur Schatten übrig (wie z.B. in Im Westen nichts Neues, 1930, Die durch die Hölle gehen, 1979, Platoon, 1986 oder "Flags of our Fathers", 2006).
Angesichts dieser häufig wiederkehrenden narrativen Elemente, ist es verwunderlich, dass das Genre des Kriegsfilms überhaupt noch diesen Namen trägt. Im Grunde genommen sind nämlich zahlreiche populäre Vertreter des Genres pazifistische Werke, die direkt oder indirekt die Greuel und menschenverachtende Maschinerie des Krieges anprangern. Häufig werden sie deshalb auch treffend als Antikriegsfilme bezeichnet.