Der Katastrophenfilm - Zerstörungswut ohne Grenzen


Wenn die Erde bebt, Stürme toben oder Schiffe sinken kanns fast nur Katastrophenkino sein. In keinem anderen Subgenre können Filmemacher ihrer Zerstörungswut so ungezügelt freien Lauf lassen - ganz zur Freude der Zuschauer...

Der klassische Katastrophenfilm - treffender auch Disaster Movie genannt - erlebte seine Geburtsstunde. Als 1970 der starbesetzte "Airport" sämtliche Kassenrekorde brach und als einer der erfolgreichsten Filme in die Geschichte des Kinos einging, dämmerte es der Filmindustrie. Was folgte war eine Dekade der Zerstörungswut und die Blützeit des Katastrophenfilms.

 

Wie jedes Subgenre verfügt auch der Katastrophenfilm über eine eindeutige Erzählsprache mit wiederkehrenden Merkmalen. Häufig führt die Handlung des Katastrophenfilms zu Beginn zahlreiche verschiedene Figuren ein welche mit unterschiedlichen privaten oder beruflichen Problemen konfrontiert werden. Fast zeitgleich wird der Zuschauer bereits subtil auf die bevorstehende Katastrophe vorbereitet.

 

Der Katastrophenfilm wartet deshalb häufig auch mit Sterotpyen Charakteren auf, die sich am Ende ihren persönlichen Traumas oder einfach nur der entfesselten Katastrophe stellen müss. Häufig dient die Katastrophe für die Figuren und deren sozialen Bezighungen als Katharsis. Sei es die gestörte Eltern-Kind-Beziehung, die wieder aufblüht oder die Ehe, die eine Wiederbelebung erfährt - die Erlösung kommt in vielerlei Formen daher.

 

Eine häufig wiederkehrende Figur in den Katastrophenfilmen ist die des Mahners. Sie sieht bereits im voraus, welches Unheil droht und versucht dieses mit allen Kräften abzuwenden bzw. seine Mitmenschen zu warnen. Meist handelt es sich bei dieser Person um die mahnende Stimme der Vernunft, die jedoch - wie sollte es auch anders sein - kaum Gehör erhält. Am Ende geht sie nicht selten als Held/Heldin aus der Geschicht hervor. 

 

Obwohl die unterschiedlichen Charaktere des Katastrophenfilms zwar als Identifikationsfiguren dienen, steht in der Regel die Katastrophe und deren möglichst spektakuläre Inszenierung im Vordergrund. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass viele der Katastrophenfilme vor allem in visueller und akustischer Hinsicht zu überzeugen wissen.

 

Ein weiteres Merkmal des Katastrophenfilms ist - zumindest auf die Filme der 1970er Jahre bezogen - die meist beeindruckende Anzahl an Superstars, die sich auf der Leinwand tummeln.

Filmauswahl


  • 2024: Twisters
  • 2019: Crawl
  • 2017: Geostorm, Only the Brave
  • 2015: San Andreas
  • 2014: Pompeii, Storm Hunters
  • 2013: Gravity
  • 2012: The Impossible
  • 2006: Poseidon
  • 2004: The Day After Tomorrow
  • 2003: The Core - Der innere Kern
  • 2000: Der Sturm
  • 1998: Armageddon - Das jüngste Gericht, Deep Impact, Hard Rain
  • 1997: Volcano, Dante's Peak, Daylight
  • 1996: Twister, Independence Day
  • 1980: Der Tag, an dem die Welt unterging
  • 1979: Meteor, Airport '79 - Die Concorde, S.O.S. Titanic
  • 1978: Der tödliche Schwarm, Avalanche
  • 1977: Achterbahn, Verschollen im Bermuda-Dreieck
  • 1975: Giganten am Himmel, Die Hindenburg
  • 1974: Flammendes Inferno, Erdbeben
  • 1972: Die Höllenfahrt der Poseidon
  • 1971: Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All
  • 1970: Airport