Wenn die Erde zittert und Menschen panisch davonrennen kanns nur ein Monsterfilm sein. Doch das beliebte Subgenre des Science-Fiction hat noch einiges mehr zu bieten und fungiert oftmals als Mahnmal an den Menschen, nicht zu sehr in die Natur einzugreifen...
Der Monsterfilm wartet mit einer Vielzahl von Kreaturen auf, welche in erster Linie beim Zuschauer Angst und Ekel hervorrufen sollen. Dabei müssen diese nicht immer von der Erde stammen sondern können auch mal gerne aus dem All kommen. In der Regel richten die Monster, bevor sie - bevorzugt mit Waffengewalt - gestoppt werden können, ordentlich Schaden an und legen dabei zahlreiche kleinere oder grössere Städte in Schutt und Asche (z.B. King Kong, 1933, Panik in New York, 1953, Godzilla, 1956, 1998 & 2014). Bei diesen Monstern handelt es sich meist um durch äussere Fremdeinwirkungen mutierte oder aus dem Tiefschlaf erweckte Tiere (z.B. der Dinosaurier in Panik in New York, 1953, die Tarantel in Tarantula, 1955, oder die Eidechse in Godzilla, 1998).
Der Eingriff des Menschen in die Natur ist also oftmals Thema des Monsterfilms und meist kriegt die Spezies Mensch dabei ordentlich ihr Fett weg. In diesem Sinne beziehen die Monsterfilme eindeutig moralisch Stellung und dienen als Mahnmal vor zu leichtfertigen Eingriffen in die Natur und deren Gesetze.
Im Monsterfilm sind aber nicht nur mutierte Tiere, sondern auch Mutationen der Spezies Mensch anzutreffen. Diese erscheinen meist in Gestalt von Werwölfen, Vampiren oder Zombies und mit ihrem unstillbaren Blutdurst sorgen sie in der Regel für ordentlich Aderlass unter den Ottonormalverbrauchern. Meist dienen die Entarteten als eine Art Metapher für die dem Menschen innewohnenden und durch Kultur und Intellekt unterdrückten animalischen Instikte.