Der Piratenfilm - Von Freibeutern und Freigeistern


"Fluch der Karibik" (2003): Johnny Depp
"Fluch der Karibik" (2003): Johnny Depp

Ähnlich wie der Mantel- und Degenfilm ist auch der Piratenfilm in der Regel lokalen Begrenzungen unterworfen und die Handlung spielt zu einem grossen Teil auf dem offenen Meer bzw. der beengenden Umgebung eines Schiffes. Oftmals begeben sich die Hauptprotagonisten dabei in im wahrsten Sinne des Wortes in stürmische Gewässer und müssen sich meist gegen despotische Handelsflotten oder Kolonialmächte behaupten (z.B. Fluch der Karibik, 2003). Nicht selten werden deshalb die Piraten als Robin Hoods der Weltmeere verherrlicht und mit ehrbaren und freiheitlichen Idealen versehen (z.B. Der rote Korsar, 1952). Der Piratenfilm boomte insbesondere in den 1940er und 1950er Jahre, wobei das Jahr 1953 mit rund 10 Produktionen den Höhepunkt darstellte. Anschliessend verschwand das Genre für rund vier Jahrzehnte von der Leinwand und einzelne Wiederbelebungsversuche in den 1980er (Roman Polanskis Piraten, 1986) und 1990er (der 100 Mio. $ teure Megaflop Die Piratenbraut, 1990) Jahren scheiterten kläglich. Erst im Jahre 2003 erreichte der Piratenfilm mit Fluch der Karibik wieder Aufwind. Allerdings beschränkte sich der Erfolg auf die Fluch der Karibik-Reihe und ein echtes Revival steht bis heute aus.