Der Politthriller behandelt in erster Linie Machenschaten von Regierungen, deren Mitgliedern oder kleineren, machthungrigen Gruppierungen. Ferner werden nicht selten die Verstrickungen verschiedenster Regierungsorgane (besonders beliebt: CIA, NSA und FBI) in dubiose Machenschaften privater Konzerne geschildert. Normalerweise verwendet der Politthriller dabei ein Thema (z.B. Attentate, Waffenhandel, Korruption, Erpressungen, Spionageaktionen, etc.) als Aufhänger. So ist z.B. der Mord an US-Präsident John F. Kennedy in JFK - Tatort Dallas (1991) das zentrale Thema des Films, während es in Die Unbestechlichen (1976) die Watergate-Affäre ist. Natürlich ist ein real-historischer Hintergrund nicht zwingend notwendig für einen Politthriller, in der Regel sind jedoch oft Parallelen zu aktuellen oder in jüngster Vergangenheit liegenden Geschehnissen zu finden. Da Politik im guten wie im schlechten Sinne in vielen Bereichen des Lebens spürbar ist, ist die Bandbreite des Politthrillers auch dementsprechend gross. Ob vertuschte Unfälle in Atomreaktoren (Das China-Syndrom, 1979, Silkwood, 1983), Kontrolle zukünftiger Ölreserven (Syriana, 2005), illegaler Waffenhandel (Lord of War - Händler des Todes, 2005), vertuschte Medikamtenversuche an Aids-Kranken Afrikanern (Der ewige Gärtner, 2005) oder umstrittene Geheimdienstaktionen (München, 2005, The Debt, 2011) - dem Politthriller scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein.