Der Polizeifilm - im Fachjargon auch Cop Movie genannt - stellt polizeiliche Ermittlungen sowie polizeiliche Ermittler in den Vordergrund und weist somit Parallelen zum Detektivfilm auf. Die Hauptunterschiede bestehen jedoch darin, dass die Protagonisten des Polizeifilms sich in der Regel moralischen und gesetzlichen Grundwerten verpflichtet fühlen. Diese verteidigen Sie nicht selten mit viel Nachdruck und Eindringlichkeit. In ihrer Kompromisslosigkeit weisen die polizeilichen Hauptprotagonisten dabei oft frappante Ähnlichkeit mit ihren kriminellen Antagonisten auf und agieren dabei ganz nach dem Motto: Der Zweck heiligt die Mittel. Hervorragende Beispiele hierfür sind Klassiker wie z.B. Bullitt (1968), Dirty Harry (1971) oder Brennpunkt Brooklyn (1971). Während die Polizisten dieser Streifen jeweils in juristischen Grauzonen agierten und das Gesetz im Sinne der Gerechtigkeit oft grosszügig interpretierten, wurden in den nachfolgenden Jahrzehnten vermehrt auch korrupte Gesetzesvertreter porträtiert. Anschauliche Beispiele hierfür sind Copland (1997), Training Day (2001), Dark Blue (2002), Street Kings (2008) oder Gesetz der Strasse - Brooklyn's Finest (2010). Die ersten typischen Polizeifilme entstanden zu Beginn der 1950er Jahre und waren insbesondere durch den Film noir-Stil geprägt.