Die Finanzierung ist gesichert, die Locations bekannt und der Cast steht fest. Zeit also, die letzten Vorbereitungen zu treffen. Hier kommen nicht nur die Handwerker zum Einsatz sondern auch Organisatoren jeglicher Art...
Die letzten Vorbereitungen vor Drehbeginn stellen in vielerlei Hinsicht die Kulmination sämtlicher vorhergeganger Prozesse dar. Hier wird alles konkret vorbereitet, damit die Dreharbeiten möglichst reibungslos verlaufen können.
Einer der wichtigsten Punkte ist natürlich das Reservieren von Filmstudioräumlichkeiten. Je nach Grösse einer Produktion kann es dabei auch mal passieren, dass ein solches Studio komplett neu gebaut wird. So wurde z.B. zum Dreh von Pierce Brosnans erstem James-Bond-Streifen "Goldeneye" (1995) eigens eine ehemalige Londoner Rolls Royce Fabrik zum Leavsden-Filmstudio umfunktioniert. Später entstanden dort Blockbuster wie "Krieg der Sterne: Episode I - Die dunkle Bedrohung" (1999), die "Harry Potter"-Reihe (ab 2001) oder The Dark Knight (2008).
Nebst den Drehräumlichkeiten müssen natürlich auch Flüge gebucht sowie Hotels und sonstige Unterkünfte (z.B. für Büros, Cafeterias, etc.) reserviert werden. Ganz wichtig ist auch das Einrichten von Bankkonten für die laufende Produktion vor Ort. Dazu verlangen die jeweiligen Banken meist einen Solvenznachweis. Im Falle der grossen Filmstudios stellt dies jedoch meist kein Problem dar.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist natürlich auch die Organisation des technischen Equipement (Kameras, Kamerakräne, Mikrofone, etc.). Hier muss natürlich beachtet werden ob dieses vor Ort geliehen werden kann oder oder ob auf eigenes zurückgegriffen wird. Dann spielt die Logistik wiederum eine wichtige Rolle. Ferner müssen natürlich auch geeignete Räumlichkeiten für die spätere Nachbearbeitung (Ton, Schnitt, Filmmusik, Filmnegativentwicklung, etc.) des gefilmten Materials gefunden werden.
Ein weiterer zentraler Bestandteil der Vorbereitungen ist der Aufbau der Filmsets. Dies fällt je nach Produktion natürlich mehr oder weniger aufwändig aus. Selbstredend werden für Filme, welche in der Gegenwart verankert sind, in der Regel weniger aufwändige Sets benötigt. Anders sieht es da schon für Filme welche z.B. in der Zukunft, in der Vergangenheit oder in einer Fantasywelt angesiedelt sind.
Nebst dem Setaufbau werden auch die Kostüme und die zahlreichen kleineren und grösseren Requisiten - im Fachjargon als Props bezeichnet - hergestellt. Auch hier spielt natürlich die Grössenordnung der Produktion eine entscheidende Rolle und es ist kaum verwunderlich dass z.B. allein für die "Herr der Ringe"-Trilogie insgesamt 19'000 Kostüme angefertigt werden mussten.
Zur Vorproduktion gehören natürlich auch die Reservierung und Beschaffung der für die Produktion benötigten Transportmittel. Weitere wichtige Bestandteile der Vorproduktion sind Proben mit Cast- und Crewmitgliedern sowie diverse Makeup- und Garderobentests.