Die Verträge sind so gut wie unter Dach und Fach, die Schauspieler praktisch gebucht, die Locations bekannt und das Budget auch schon so gut wie sicher. Es kann also losgehen - und zwar mit der Produktionsplanung...
Einer der ersten Schritte der Planung einer Filmproduktion beginnt damit, dass das gesamte Drehbuch analysiert und in verschiedene Drehsegmente aufgeteilt wird. Hieraus lässt sich genau einschätzen, welche Szenen wie lange zum drehen dauern werden, wieviel sie kosten und wann sie am besten gedreht werden.
Erst diese Segmentierung des Drehbuchs erlaubt es, einen detaillierten und zuverlässigen Produktionsplan zu erstellen. Der Plan enthält dabei sämtliche wichtige Punkte wie z.B. die für die zu filmenden Szenen benötigten Cast und Crew-Mitglieder, die jeweiligen Drehorte und die prognostizierten Kosten.
Der Produktionsplan wird während der Vorbereitungsphase natürlich immer wie präziser, da z.B. die Verfügbarkeit der Hauptdarsteller und die Lage der Drehorte konkretere Formen annehmen.
Dank des präzisen Produktionsplan können die zu erwartenden Produktionskosten genau eingeschätzt werden. Der Plan kann dabei schon mal 30 Seiten oder mehr umfassen und wird in die sogenannte "Above-the-line"- und "Below-the-line"-Kosten eingeteilt.
Als "Above-the-line"-Kosten gelten:
Meist stehen diese Kosten bereits vor den eigentlichen Dreharbeiten - im Fachjargon Principal Photography genannt - fest.
Die "Below-the-Line"-Kosten werden in drei Kategorien unterteilt:
Unter Produktion werden sämtliche Kosten, die während der Dreharbeiten anfallen aufgelistet (z.B. Produktionsteam, Statisten, Art Departement, Setkonstruktion, Makeup, Transport, etc.).
Die Nachproduktion beinhaltet Kosten, welche nach den Dreharbeiten entstehen wie z.B. den Schnitt, die Nachvertonung, die Gestaltung des Vor- und Abspanns sowie Filmnegativentwicklungskosten.
Unter die Kategorie Anderes fallen u.a. Publicity- und Versicherungskosten.
Wenn all diese Kosten feststehen, die Finanzierung gesichert ist und der Produktionsplan definitiv abgesegnet ist, steht der Produktion eigentlich nichts mehr im Wege.