Die Nachproduktion - Der letzte Schliff


 Die Meinung eines Testscreenings-Teilnehmers zum Film "Videodrome" (1983)
Die Meinung eines Testscreenings-Teilnehmers zum Film "Videodrome" (1983)

Bereits während der Dreharbeiten erfolgen erste Massnahmen zur Bekanntmachung eines Filmes. So wird meist eifrig an einem ersten Trailer gearbeitet und intensiv Öffentlichkeitsarbeit betrieben. Erste Bilder vom Set sowie erste Interviews mit den kreativen Talenten werden veröffentlicht. Auch werden erste Filmplakate entworfen, welche schliesslich frühzeitig platziert werden. 


Je näher die Fertigstellung des Filmes rückt, desto intensiver wird Werbung betrieben (u.a. im Fernsehen in Form von kurzen TV-Spots). Bevor ein Film jedoch definitiv in die Kinos kommt erfolgen erste Testscreenings. 


Bei den Testscreenings werden jeweils nach Ende der Vorführung dem Publikum Fragen bezüglich des Films gestellt. Anhand der ausgewerteten Fragebögen, erhoffen sich die Filmemacher ein erstes Bild der Publikumsreaktion machen zu können. 


Meist führen Testscreenings, welche insgesamt eher negativ ausfielen, dazu, dass Änderungen am Film vorgenommen werden. Dies muss nicht zwingendermassen in Übereinstimmung mit dem Regisseur geschehen, da er in der Mehrheit der Fälle nicht als Geldgeber fungierte. Ein Regisseur, welcher noch nicht soviel Einfluss in Hollywood hat, muss sich schlimmstenfalls also dem Geldgeber unterordnen und Änderungen am fertigen Film akzeptieren.


Trotz der Tatsache, dass Testscreenings nur über eine bedingte Aussagekraft verfügen, wird oft darauf zurückgegriffen. So wurde z.B. für The Green Lantern (2011) nach negativen Rückmeldungen seitens des Testpublikums das Spezialeffekte-Budget nochmals um einige Millionen Dollar aufgestockt. Im Falle des Fantasy-Spektakels blieben diese Nachbesserung jedoch erfolglos und The Green Lantern blieb an den Kinokassen und bei den Kritikern weit hinter den Erwartungen zurück.