In ökonomischer Hinsicht ist die Filmproduktion eine äusserst kostpielige und risikoreiche Unternehmung. Da es sich beim Filmkonsum um eine weitgehend freiwillige Tätigkeit handelt und auch die Alternativoptionen zahlreich sind, bedarf es eines grossen Mehraufwands, um jemanden zum Kauf einer Kinokarte oder einer DVD/Blu-ray zu bringen.
Der Mehrauwand ist dabei in der Regel so gross, dass die Mehrzahl der Filme bei der Kinoauswertung Verluste einfahren. Würden Filme nur im Kino gezeigt werden, wäre die Filmindustrie also längst Pleite. Doch das schöne an einem Film ist, dass er mehrere Leben hat. Oder besser: Mehrere Auswertungsstufen.
Nach dem Kino geht ein Film in die zweite Runde und präsentiert sich relativ zeitnah als DVD/ Blu-ray und als Video on Demand (VOD). Danach geht die Reise zum Pay-TV weiter um schliesslich beim Free TV zu enden. Zumindest vorübergehend. Denn im Fernsehen ist die Reise eines Films nie wirklich beendet. Insbesondere beliebte Filme können im Fernsehen gerne mal in der Endlosschlaufe landen und alle Jahre mal wieder zurückkehren. Gute Beispiele hierfür sind die Klassiker Ist das Leben nicht schön? (1948), Ben-Hur (1959) oder Die zehn Gebote (1956). Schon seit Jahrzehnten flimmern diese Streifen pünktlich zu Weihnachten oder Ostern auf irgendeinem Sender über den Fernsehbildschirm.
Ein Film kann im besten Falle also ein sehr, sehr langes Leben haben. Bevor es aber soweit ist, benötigt es einen grossen finanziellen Auwand.